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3.360 Wörter · 15 Min.

Tupac Shakur, die häufigsten Fragen (FAQ)

Wer hat Tupac getötet, lebt er noch, was heißt THUG LIFE? Über 50 Fragen zu Tupac Shakur, knapp und mit Beleg beantwortet. Stand Oktober 2026.

Freitag, 13. September 1996, 16:03 Uhr: Im University Medical Center in Las Vegas stirbt Tupac Shakur, sechs Tage nach den Schüssen an einer Ampel unweit des Strip. Die Fragen, die an diesem Nachmittag begannen, sind dreißig Jahre später dieselben geblieben: wer geschossen hat, ob er nicht doch noch lebt, was hinter THUG LIFE und Makaveli steckt.

Diese Seite beantwortet die häufigsten davon, jeweils knapp und mit dem Weg zur ausführlichen Seite. Alle Angaben sind belegt, Stand Oktober 2026.

Wer hat Tupac getötet?

Ein Gericht hat darauf inzwischen eine Antwort gegeben, wenn auch noch keine endgültige. Am 31. August 2026 sprach eine Jury in Las Vegas Duane „Keffe D“ Davis des Mordes ersten Grades unter Einsatz einer tödlichen Waffe schuldig. Die Anklage warf ihm nicht vor, selbst geschossen zu haben: Er soll die Waffe besorgt und den Angriff in Gang gesetzt haben. Wer im Cadillac abdrückte, hat das Gericht nicht festgestellt.

Das Strafmaß soll am 13. Oktober 2026 verkündet werden, Davis hat Berufung angekündigt. Rechtskräftig ist das Urteil damit nicht (Stand Oktober 2026). Die ganze Geschichte von 1996 bis zum Prozess erzählt die Seite Ermittlungen.

Lebt Tupac noch?

Nein. Tupac starb am 13. September 1996 im University Medical Center in Las Vegas, nachdem Ärzte ihn sechs Tage lang behandelt hatten. Der Gerichtsmediziner von Clark County stellte den Tod fest, Tupac wurde obduziert und per Fingerabdruck identifiziert. Woher die Gerüchte trotzdem kommen und warum keines davon trägt, zeigt die Seite Theorien.

Wann und wo wurde Tupac geboren?

Am 16. Juni 1971 in East Harlem, New York City. Die oft zu lesende Angabe Brooklyn ist falsch. Gut einen Monat vor der Geburt war seine Mutter Afeni Shakur im Prozess gegen die „Panther 21“ freigesprochen worden. Wie dieser Anfang sein Leben prägte, erzählt die Biografie.

Wann ist Tupac gestorben und wie alt wurde er?

Am Freitag, dem 13. September 1996, um 16:03 Uhr. Er starb an Atem- und Herzversagen, einer Folge der Schussverletzungen, und wurde 25 Jahre alt. Was in den Tagen zwischen den Schüssen und seinem Tod geschah, schildert die Seite Die letzte Woche.

Wie hieß Tupac mit richtigem Namen?

In seiner Geburtsurkunde steht Lesane Parish Crooks, in der Reihenfolge „Parish Lesane Crooks“. Den Nachnamen lieh sich Afeni von einer Freundin aus dem Gefängnis: Das Kind sollte nicht auf den ersten Blick als „Panther-Baby“ erkennbar sein. Etwa ein Jahr später benannte sie ihn in Tupac Amaru Shakur um. Alle seine Namen, vom Geburtsnamen bis Makaveli, erklärt die Seite Namen und Aliase.

Was bedeutet der Name Tupac Amaru?

Der Name ist eine Widmung. Tupac ist nach Túpac Amaru II. benannt, einem indigenen Anführer, der ab 1780 in Peru einen Aufstand gegen die spanische Kolonialherrschaft führte und 1781 hingerichtet wurde. Auf Quechua bedeutet thupaq etwa „königlich“ oder „glänzend“, amaru „Schlange“.

Afeni sagte später, ihr Sohn solle wissen, dass er zu einer Weltkultur gehöre und nicht nur zu seiner Nachbarschaft. Der Nachname Shakur stammt aus dem Arabischen und heißt „sehr dankbar“ (Namen und Aliase).

Warum nannte er sich 2Pac?

Weil er 1990 einen Bühnennamen brauchte. Tupac stieg damals als Roadie und Tänzer bei Digital Underground ein und ersetzte die erste Silbe seines Vornamens durch eine Ziffer: 2Pac. Zum ersten Mal zu hören war der Name im Januar 1991 auf Same Song. In Baltimore hatte er noch als MC New York gerappt.

Was bedeutet THUG LIFE?

Die beiden Worte sind ein Akronym: „The Hate U Give Little Infants Fucks Everybody“. Gemeint ist, dass der Hass, den eine Gesellschaft ihren Kindern entgegenbringt, am Ende auf alle zurückfällt. Tupac ließ sich THUG LIFE 1992 auf den Bauch tätowieren und schrieb mit seinem Stiefvater Mutulu Shakur einen „Code of Thug Life“, ein Regelwerk für die Straße.

Das Ganze war als Anklage gedacht, nicht als Werbung für Kriminalität. Die Autorin Angie Thomas nannte ihren Roman The Hate U Give danach. Mehr unter Thug Life.

Was bedeutet Makaveli?

Makaveli war Tupacs letzter Künstlername, abgeleitet von Niccolò Machiavelli. Dessen Der Fürst las er 1995 im Gefängnis, und ihn reizte daran das strategische Denken, nicht der Autor als Vorbild. Knapp zwei Monate nach seinem Tod erschien unter diesem Namen das Album The Don Killuminati: The 7 Day Theory. Dass Machiavelli empfohlen habe, den eigenen Tod vorzutäuschen, ist ein Mythos.

Was ist die 7-Day-Theorie?

Eine Deutung des Albumtitels, die sich unter Fans hartnäckig hielt: The 7 Day Theory sei eine verschlüsselte Botschaft, Tupac habe seinen Tod inszeniert und kehre nach sieben Jahren zurück. Gesammelt wurden dafür Siebener aller Art, von den sieben Tagen im Krankenhaus bis zur Quersumme seines Alters.

Belegt ist nur, dass das Album im August 1996 in sieben Tagen geschrieben, aufgenommen und abgemischt wurde. Das Jahr 2003 kam und ging, zurück kam niemand (Theorien).

Wo wurde Tupac erschossen?

In Las Vegas, an der Kreuzung East Flamingo Road und Koval Lane, vor dem damaligen Maxim Hotel. Am 7. September 1996 gegen 23:15 Uhr hielt der schwarze BMW 750iL, den Suge Knight steuerte, an einer roten Ampel; Tupac saß auf dem Beifahrersitz. Ein weißer Cadillac zog rechts heran, und aus dem Fond wurde geschossen. Den genauen Ablauf schildert die Seite Shooting 1996.

Wie oft wurde Tupac getroffen?

In Las Vegas viermal: zweimal in die Brust, einmal in den Arm, einmal in den Oberschenkel. Die Ärzte entfernten einen Lungenflügel, Tupac lag im künstlichen Koma. Es waren nicht die ersten Kugeln in seinem Leben. Schon beim Überfall in New York 1994 war er angeschossen worden und sprach damals von fünf Treffern (Shooting 1994).

Was waren Tupacs letzte Worte?

Folgt man dem früheren Polizisten Chris Carroll, waren es zwei. Carroll war einer der Ersten am BMW und erzählte 2014 dem Magazin Vegas Seven, er habe Tupac immer wieder gefragt, wer geschossen habe. Tupac habe ihn angesehen, Luft geholt und gesagt: „Fuck you.“ Danach habe er kein Wort mehr gesprochen.

Unabhängig bestätigen lässt sich das nicht. Es passt aber zu einem Mann, der nie mit der Polizei redete.

Wer ist Keffe D?

Duane „Keffe D“ Davis ist der Onkel von Orlando Anderson und nach Angaben der Ermittler ein früherer Anführer der Southside Compton Crips. Dass er im Cadillac saß, erzählte er jahrelang selbst: 2008 vertraulich vor Ermittlern, ab 2018 in TV-Interviews und 2019 in seinem Buch Compton Street Legend.

Im September 2023 wurde er festgenommen, im August 2026 schuldig gesprochen. Inzwischen beteuert er seine Unschuld (Ermittlungen).

Was wurde aus Orlando Anderson?

Orlando „Baby Lane“ Anderson war der Mann, den Tupac und Begleiter von Death Row am Abend des 7. September 1996 in der Lobby des MGM Grand verprügelten, wenige Stunden vor den Schüssen. Er galt früh als Hauptverdächtiger, bestritt jede Beteiligung und wurde nie angeklagt. Am 29. Mai 1998 kam er in Compton bei einer Schießerei an einer Autowaschanlage ums Leben, die mit Tupac nichts zu tun hatte.

Hat Suge Knight Tupac umbringen lassen?

Belege dafür gibt es keine. Knight saß am Steuer desselben Wagens und wurde von einem Splitter am Kopf verletzt. Die Polizei nannte ihn schon im Dezember 1996 keinen Verdächtigen, und alle späteren Ermittlungen führten zu den Southside Compton Crips. Woher die Theorie kommt und was gegen sie spricht, steht unter Theorien.

Wo ist Suge Knight heute?

Im Gefängnis. Der frühere Death-Row-Chef hatte 2015 vor einem Imbiss in Compton einen Mann mit seinem Pick-up überfahren und getötet. Um einem Mordprozess zu entgehen, widersprach er am 20. September 2018 der Anklage wegen Totschlags nicht („no contest“). Am 4. Oktober 2018 wurde er zu 28 Jahren Haft verurteilt. Mehr zu ihm unter Suge Knight.

Warum gab es Streit zwischen Tupac und Biggie?

Weil eine Freundschaft in einer Nacht zerbrach. Tupac und Christopher Wallace alias The Notorious B.I.G. lernten sich 1993 kennen und wurden Freunde; Tupac holte Biggie bei Konzerten auf die Bühne. Am 30. November 1994 wurde Tupac in New York überfallen, während Biggie und Sean Combs im selben Gebäude waren. Tupac warf ihnen vor, davon gewusst zu haben, beide bestritten das.

Mit Tupacs Wechsel zu Death Row, dem Diss Hit ‘Em Up und der Rivalität der beiden Labels wurde daraus die berühmteste Fehde des Hip-Hop (Ost gegen West).

Hatte Biggie etwas mit Tupacs Tod zu tun?

Belegt ist das nicht. Die Los Angeles Times berichtete 2002, Biggie habe den Crips Geld für den Mord geboten; seine Familie wies das sofort zurück. Duane Davis behauptete 2008, Sean Combs habe ein Kopfgeld ausgesetzt. Combs nannte das „pure Fiktion“ und wurde im Fall Shakur nie beschuldigt.

Biggie selbst wurde am 9. März 1997 in Los Angeles erschossen, ein halbes Jahr nach Tupac. Auch dieser Mord ist nicht aufgeklärt.

Was ist „Hit ‘Em Up“?

Tupacs Abrechnung mit Bad Boy und einer der härtesten Diss-Tracks der Rap-Geschichte. Er nahm ihn mit den Outlawz auf; der Song erschien im Juni 1996 als B-Seite von How Do U Want It und greift Biggie, Bad Boy und Mobb Deep frontal an. In Deutschland bekam er erst 2026 Gold, ein Zeichen dafür, wie viel er heute gestreamt wird (Tupac und Deutschland).

Wo ist Tupac begraben?

Ein öffentliches Grab gibt es nicht. Tupac wurde am Tag nach seinem Tod eingeäschert, eine öffentliche Trauerfeier fand nicht statt. Zum zehnten Todestag 2006 war eine Beisetzung der Asche in Soweto geplant, die Afeni absagte. Der größte Teil ruht laut Berichten in Lumberton, North Carolina, ihrer Heimatstadt.

Die Outlawz erzählten 2011, sie hätten einen Teil der Asche mit Marihuana gemischt und geraucht. Nach eigener Aussage taten sie das auf Tupacs Wunsch, angelehnt an seine Zeile in Black Jesuz.

Wer waren Tupacs Eltern?

Seine Mutter Afeni Shakur (1947-2016), geboren als Alice Faye Williams, war Mitglied der Black Panther Party. Im Mai 1971, schwanger mit Tupac, wurde sie mit allen Mitangeklagten der „Panther 21“ freigesprochen, nachdem sie sich vor Gericht selbst verteidigt hatte.

Sein leiblicher Vater ist der frühere Panther Billy Garland, der in Tupacs Kindheit keine Rolle spielte. Prägend war dagegen sein Stiefvater Mutulu Shakur.

Hatte Tupac Geschwister?

Ja. Seine Halbschwester Sekyiwa „Set“ Shakur kam 1975 zur Welt; 2023 nahm sie für ihn den Stern auf dem Hollywood Walk of Fame entgegen. Sein Stiefbruder ist der Rapper Mopreme Shakur, der Sohn von Mutulu Shakur. Über Billy Garland hatte Tupac weitere Halbgeschwister. Die ganze Familie stellt die Seite Familie vor.

Wo ist Tupac aufgewachsen?

An vielen Orten. Bis 1984 lebte die Familie in Harlem und der Bronx, dann in Baltimore. Dort lernte Tupac an der Baltimore School for the Arts Theater, Shakespeare und Ballett. 1988 schickte Afeni die Kinder nach Marin City bei San Francisco, und in der Bay Area wurde aus dem Theaterschüler ein Rapper (Biografie).

War Tupac verheiratet?

Ja, einmal und nur kurz. Am 29. April 1995 heiratete er im Gefängnis die Jurastudentin Keisha Morris. Etwa zehn Monate später wurde die Ehe annulliert.

Hatte Tupac Kinder?

Nein, und ein Testament hinterließ er auch nicht. Deshalb ging sein Erbe nach kalifornischem Recht an die Eltern, und um den Anteil des Vaters wurde 1997 vor Gericht gestritten. Besungen hat er trotzdem ein Kind: Letter 2 My Unborn ist ein Brief an den Sohn oder die Tochter, die er nie hatte.

Mit wem war Tupac zusammen, als er starb?

Mit Kidada Jones, der Tochter von Quincy Jones. Die beiden lebten seit Ende 1995 zusammen, sie galt als seine Verlobte und war im September 1996 mit ihm in Las Vegas. Seine anderen Beziehungen stellt die Seite Frauen vor.

Waren Tupac und Jada Pinkett ein Paar?

Nach Jada Pinkett Smiths eigener Darstellung nie. Kennengelernt hatten sie sich an der Baltimore School for the Arts, eng befreundet blieben sie bis zu seinem Tod; sie beschreibt eine Seelenverwandtschaft ohne Romanze. Er schrieb ihr Gedichte, sie half ihm, als er 1995 im Gefängnis saß. Mehr unter Jada Pinkett.

War Tupac mit Madonna zusammen?

Ja, 1994 für kurze Zeit. Madonna bestätigte das 2015 in einem Radiointerview. 2017 tauchte ein Brief auf, den Tupac ihr 1995 aus dem Gefängnis geschrieben hatte. Darin erklärt er die Trennung unter anderem mit seinem Image als Schwarzer Künstler. Die ganze Geschichte erzählt die Seite Madonna.

Wer erbt Tupacs Vermögen?

Zunächst erbte seine Mutter. Billy Garland verlangte die Hälfte, doch ein Gericht in Los Angeles wies ihn im Dezember 1997 ab, weil er für seinen Sohn kaum etwas getan hatte. Afeni gründete das Label Amaru und brachte die Rechte vor ihrem Tod 2016 in einen Trust ein, den der frühere Interscope-Manager Tom Whalley verwaltet. 2022 verklagte Tupacs Schwester Sekyiwa Whalley wegen seiner Vergütung; er wies die Vorwürfe zurück (Seine Firmen).

Wie viele Alben hat Tupac veröffentlicht?

Zu Lebzeiten vier Soloalben, von 2Pacalypse Now (1991) bis All Eyez on Me (1996), dazu das Gruppenalbum Thug Life: Volume 1 (1994). Nach seinem Tod folgten sechs weitere Studioalben, das Gemeinschaftsalbum Still I Rise mit den Outlawz sowie Best-ofs, Remix- und Livealben. Je nach Zählweise ergibt das zehn oder elf Studioalben. Die vollständige Übersicht steht in der Discografie.

Wie viele Platten hat Tupac verkauft?

Mehr als 75 Millionen Tonträger weltweit, aus einer Solokarriere von nur fünf Jahren. In den USA erhielten All Eyez on Me und Greatest Hits Diamant für jeweils zehn Millionen Einheiten; bei Doppelalben zählt die RIAA jede CD einzeln. In Deutschland hat er sieben Goldene Schallplatten, die erste gab es 1999 für Changes.

Was war Tupacs erstes Album?

2Pacalypse Now, erschienen am 12. November 1991. Es handelt von Rassismus, Polizeigewalt und Armut und enthält Brenda’s Got a Baby. Ein Hit war es nicht, in den Billboard-Charts kam es nur auf Platz 64. Berühmt machte es ausgerechnet US-Vizepräsident Dan Quayle, der 1992 sagte, so eine Platte habe in der Gesellschaft keinen Platz.

Was war Tupacs letztes Album?

Das hängt davon ab, wie man zählt. Das letzte zu Lebzeiten war All Eyez on Me vom 13. Februar 1996. Das letzte, das er selbst fertigstellte, ist The Don Killuminati: The 7 Day Theory, aufgenommen im Sommer 1996 und erschienen am 5. November 1996. Das bislang letzte posthume Studioalbum ist Pac’s Life von 2006 (Stand Oktober 2026).

Was ist Tupacs erfolgreichstes Album?

All Eyez on Me. Das Doppelalbum verkaufte sich in der ersten Woche 566.000-mal, war schon im April 1996 fünffach Platin und bekam 2014 Diamant. Auf ihm stehen California Love und How Do U Want It.

Hatte Tupac Nummer-eins-Hits?

Ja. How Do U Want It und California Love standen 1996 als Doppel-A-Seite auf Platz 1 der Billboard Hot 100. Fünf seiner Alben erreichten Platz 1 der Billboard 200, darunter Me Against the World, das 1995 an die Spitze stieg, während Tupac im Gefängnis saß. In Deutschland war Changes mit Platz 2 sein größter Hit.

Hat Tupac einen Grammy gewonnen?

Nein, obwohl er für seine Musik sechsmal nominiert war: 1996 für Me Against the World und Dear Mama, 1997 für All Eyez on Me, California Love und How Do U Want It, 2000 für Changes. 2024 kam die Dokuserie Dear Mama als bester Musikfilm hinzu; der Preis ging an Moonage Daydream über David Bowie. Seit 2026 steht All Eyez on Me immerhin in der Grammy Hall of Fame.

Ist Tupac in der Rock & Roll Hall of Fame?

Ja. Am 7. April 2017 wurde er aufgenommen, gleich im ersten Jahr, in dem er dafür in Frage kam; die Laudatio hielt Snoop Dogg. Am 7. Juni 2023 folgte ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Weitere Ehrungen nennt die Biografie.

In welchen Filmen hat Tupac mitgespielt?

In sieben: Nothing but Trouble (1991, Kurzauftritt), Juice (1992), Poetic Justice (1993), Above the Rim (1994), Bullet (1996) sowie Gridlock’d und Gang Related (beide 1997). Die letzten drei kamen erst nach seinem Tod in die Kinos. Der Kritik fiel er zuerst als unberechenbarer Bishop in Juice auf; Roger Ebert hielt Gridlock’d für seine beste Leistung (Filmografie).

Gibt es einen Film über Tupac?

Ja. Das Biopic All Eyez on Me mit Demetrius Shipp Jr. lief am 16. Juni 2017 an, Tupacs 46. Geburtstag, und fiel bei der Kritik durch. Mehr über ihn erzählen die Dokumentationen: das Oscar-nominierte Tupac: Resurrection (2003), fast nur mit Tupacs eigener Stimme erzählt, und die Serie Dear Mama (2023) von Allen Hughes.

Saß Tupac im Gefängnis?

Ja. Im Dezember 1994 sprach ihn eine Jury in New York wegen sexuellen Missbrauchs schuldig und von den schwereren Vorwürfen frei. Am 7. Februar 1995 wurde er zu anderthalb bis viereinhalb Jahren verurteilt. Rund acht Monate saß er ab, zuletzt in der Clinton Correctional Facility in Dannemora. Frei kam er am 12. Oktober 1995, weil Death Row eine Kaution von 1,4 Millionen Dollar stellte. Alle Verfahren listet die Seite Rechtsfälle.

Was passierte 1994 in den Quad Studios?

In der Nacht zum 30. November 1994 wollte Tupac in den Quad Recording Studios am Times Square eine Strophe aufnehmen. In der Lobby überfielen ihn drei bewaffnete Männer, schossen auf ihn und raubten Schmuck im Wert von rund 40.000 Dollar. Er überlebte, verließ das Krankenhaus gegen ärztlichen Rat und saß am nächsten Tag im Rollstuhl vor Gericht. Wer hinter dem Überfall steckte, wurde nie gerichtlich geklärt (Shooting 1994).

Was war Death Row Records?

Das Label von Suge Knight und Dr. Dre in Los Angeles, Heimat von Snoop Dogg und dem G-Funk, vertrieben über Interscope. Tupac unterschrieb dort im Oktober 1995 für drei Alben; im Gegenzug stellte das Label seine Kaution. Dr. Dre ging schon im März 1996. Nach Tupacs Tod und Knights Haft ab 1997 zerfiel das Label, 2006 meldete es Insolvenz an. Mehr unter Death Row Records.

Wer waren die Outlawz?

Die Crew, die Tupac 1995 aus Jugendfreunden formte. Er gab ihnen Kampfnamen nach Gegnern der USA, etwa Kadafi, Napoleon, Hussein Fatal und E.D.I. Mean, und nannte sich selbst Makaveli. Yaki Kadafi wurde im November 1996 erschossen, zwei Monate nach Tupac. 1999 erschien das gemeinsame Album Still I Rise. Mehr unter The Outlawz.

Hat Tupac Gedichte geschrieben?

Ja, schon als Jugendlicher. 1999 erschien der Band The Rose That Grew from Concrete mit Gedichten aus seiner Zeit in Baltimore und Marin City, 2000 ein gleichnamiges Album, auf dem andere Künstler sie vortragen. Viele der Gedichte stehen mit Einordnung auf der Seite Gedichte.

War das Tupac-Hologramm bei Coachella echt?

Echt war nur die Illusion. Technisch war es kein Hologramm, sondern eine Projektion nach dem Prinzip „Pepper’s Ghost“: Ein Bild wird über eine fast unsichtbare Folie auf die Bühne gespiegelt. So stand die digitale Figur am 15. April 2012 neben Dr. Dre und Snoop Dogg.

Archivaufnahmen waren es nicht. Die Effektfirma Digital Domain hatte den Auftritt eigens am Computer erzeugt, und so begrüßte Tupac sogar „Coachella“, ein Festival, das es zu seinen Lebzeiten noch nicht gab.

Hat Drake Tupacs Stimme mit KI benutzt?

Ja. Im April 2024 veröffentlichte Drake im Streit mit Kendrick Lamar den Taylor Made Freestyle, in dem KI-Stimmen wie Tupac und Snoop Dogg klingen. Tupacs Nachlass nannte das einen „eklatanten Missbrauch“ seines Erbes und drohte mit einer Klage. Wenige Tage später nahm Drake den Song aus dem Netz.

Was bedeutet „Dear Mama“?

Dear Mama aus dem Jahr 1995 ist Tupacs Liebeserklärung an Afeni Shakur. Der Song beschönigt nichts: Er erzählt von ihrer Crack-Sucht und von ihrer Stärke. 2010 nahm die Library of Congress ihn als eine von wenigen Rap-Aufnahmen in das National Recording Registry auf. 2023 bekam die Dokuserie über Mutter und Sohn denselben Titel.

Wie groß war Tupac?

Eine amtliche Angabe ist nicht veröffentlicht. Im Netz kursieren Werte von etwa 1,75 bis 1,78 Metern, meist ohne nachprüfbare Quelle. Darum steht hier keine feste Zahl: lieber eine Lücke als eine erfundene Angabe.

Wie alt wäre Tupac heute?

Am 16. Juni 2026 wäre Tupac 55 Jahre alt geworden. Er lebte 25 Jahre, zwei Monate und 28 Tage. Seine Solokarriere reichte von November 1991 bis September 1996, keine fünf Jahre (Timeline).

Gibt es eine Tupac-Statue in Deutschland?

Ja, in Herford in Ostwestfalen. Der italienische Künstler Paolo Chiasera ließ 2005 eine Tupac-Statue vor dem Museum MARTa aufstellen; laut Neuer Westfälischer ist sie wohl die einzige in Deutschland. Warum sie ausgerechnet dort steht und was Tupac sonst mit Deutschland verbindet, erzählt die Seite Tupac und Deutschland.

Ein Rapper aus East Harlem, dessen wohl einziges deutsches Denkmal vor einem Museum in Ostwestfalen steht: Auch das gehört zu den Spuren, die Tupac dreißig Jahre nach seinem Tod hinterlassen hat.