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GedichtTeil „Nothing Can Come Between Us“

Things That Make Hearts Break

Einsame Kinder, verlogene Menschen, zerplatzte Märchen: Tupac listet auf, was Herzen bricht, bis die letzte Zeile überraschend ein „Du“ anklagt.

Buch
The Rose That Grew from Concrete (1999)
Teil
Nothing Can Come Between Us
Originaltext
nicht abgedruckt (Urheberrecht); nachzulesen im Buch

Tupac beginnt mit einer scheinbar allgemeinen Bestandsaufnahme des Kummers, doch die eigentliche Anklage trifft erst ganz am Schluss. Things That Make Hearts Break steht im zweiten Teil von The Rose That Grew from Concrete, „Nothing Can Come Between Us“. Wie eine Liste gebaut, hält das Gedicht seine entscheidende Aussage bis zur allerletzten Zeile zurück.

Die Liste beginnt im Elend der Welt und zielt auf „du“

Die erste Strophe zählt auf, was Herzen bricht: ein hübsches Lächeln, ein täuschendes Lachen, Menschen, die mit offenen Augen träumen. Dann wechselt der Blick ins Soziale. Tupac nennt einsame Kinder, unbeantwortete Hilferufe und Seelen, die jede Hoffnung aufgegeben haben. In wenigen Worten stellt er damit private Enttäuschung und gesellschaftliches Elend nebeneinander, ohne zwischen beidem zu gewichten.

Die zweite Strophe führt die Liste fort mit Märchen, die nie wahr werden, und selbstsüchtigen Menschen, die lügen. In der allerletzten Zeile kippt das Gedicht: Gemeint sind selbstsüchtige Menschen wie „du“. Aus der allgemeinen Betrachtung wird eine direkte Anklage an eine Person, die den Sprecher enttäuscht hat. Wer das ist, verrät der Text nicht; eine Widmung gibt es nicht.

Die späte Wendung prägt Tupacs frühe Gedichte

Der Kunstgriff mit der späten Wendung ist typisch für Tupacs frühe Gedichte. Auch The Power of a Smile sammelt erst allgemeine Beobachtungen und bezieht sie erst am Schluss auf ein Gegenüber. In Things That Make Hearts Break verläuft die Bewegung umgekehrt: Dort heilt das Gegenüber, hier verletzt es.

Auffällig sind die einsamen Kinder und die unbeantworteten Schreie in einem eigentlich privaten Gedicht. Gesellschaftliche Not blendete Tupac nie ganz aus, auch nicht in Liebesdingen. Dieser Grundzug prägte später seine Songs, in denen persönliche Geschichten und soziale Lage stets zusammengehörten. Diese Verbindung ist eine Deutung, keine Aussage Tupacs zu diesem Gedicht.

Eine genaue Datierung gibt es nicht. Laut dem Vorwort von Afeni Shakur stammen die Gedichte des Buchs aus den Jahren 1989 bis 1991.

Mehr zum Buch und alle Gedichte in der Einführung.