GedichtTeil „Nothing Can Come Between Us“
March 1st, The Day After April
Ein verdrehter Kalender, ein Erdbeben und der Entschluss, aus Liebe zu gehen: Tupacs Schlusspunkt unter den April-Zyklus.
- Buch
- The Rose That Grew from Concrete (1999)
- Teil
- Nothing Can Come Between Us
- Widmung
- Dedicated 2 the Divorce of Me & April
- Originaltext
- nicht abgedruckt (Urheberrecht); nachzulesen im Buch
Ein verdrehter Kalender setzt den Ton: Wenn der 1. März der Tag nach April ist, gerät die Zeit aus dem Takt. March 1st, The Day After April schließt im zweiten Teil des Buchs The Rose That Grew from Concrete eine kleine Reihe ab. Vier Gedichte drehen sich darin um eine Frau namens April: 1 for April, Wife 4 Life („Dedicated 2 April“), Tears from a Star („4 Me & April“) und dieses abschließende Werk, gewidmet „2 the Divorce of Me & April“.
Wer April war, ist nicht belegt. Auch das Wort „Scheidung“ steht hier für die Trennung eines jungen Paares, nicht zwingend für eine Ehe.
Eine Festung um das Herz
Das Gedicht beginnt mit dem Aufwachen. Der Sprecher fühlt sich einsamer als zuvor, sieht aber bereits neue, positive Möglichkeiten. Dann greift Tupac zu zwei Naturbildern: Sein Herz habe gebebt wie bei dem Erdbeben, danach sei der Schmerz vergangen. Ein arktischer Wind habe eine Festung um sein zerbrechliches Herz gebaut.
Der bestimmte Artikel lässt an das Loma-Prieta-Beben denken. Es erschütterte im Oktober 1989 die Bay Area, wo Tupac damals lebte. Belegt ist dieser Bezug allerdings nicht.
Gehen, weil man geliebt hat
Die zweite Strophe enthält den Kern der Trennung: Es sei nicht so, dass er sie nicht liebe, gerade weil er sie geliebt habe, müsse er weitergehen. Das Gedicht endet mit dem Versprechen, sich an das „WE AS 2“ zu erinnern.
Laut dem Vorwort von Afeni Shakur entstanden die Gedichte zwischen 1989 und 1991, ein genaues Datum nennt das Buch nicht. Mehr zum Buch steht in der Einführung. Mit dem 1. März lag der April nun endgültig hinter ihm.