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GedichtTeil „Nothing Can Come Between Us“

The Tears in Cupid's Eyes

Vier Zeilen für Jada Pinkett: Am Tag des Abschieds weint selbst Amor. Wie Tupac den Verlust einer Nähe in ein einziges Naturbild fasste.

Buch
The Rose That Grew from Concrete (1999)
Teil
Nothing Can Come Between Us
Widmung
4 Jada
Originaltext
nicht abgedruckt (Urheberrecht); nachzulesen im Buch

Zweimal überschrieb Tupac in The Rose That Grew from Concrete ein Gedicht mit „4 Jada“. Gemeint ist Jada Pinkett, mit der er an der Baltimore School for the Arts eng befreundet war. Das andere Stück steht im Buch direkt davor und heißt schlicht Jada. The Tears in Cupid’s Eyes ist das zweite dieser Gedichte und eines der kürzesten des Bandes: Es fängt einen Abschied in wenigen Zeilen ein.

Die Natur übernimmt den Schmerz

Das Gedicht besteht aus einer einzigen Szene: Am Tag, an dem die Angesprochene ihn verlässt, regnet es ohne Unterlass. Der Sprecher erklärt sich das auf seine Weise: Der Regen seien die Tränen in Amors Augen. Mehr passiert nicht. Das Gedicht lebt ganz von diesem einen Bild, in dem die Natur den Schmerz übernimmt, den der Sprecher selbst nicht ausspricht.

Wovon genau das „Verlassen“ handelt, sagt der Text nicht. Tupac zog 1988 mit seiner Familie von Baltimore nach Marin City in Kalifornien, und die Gedichte des Buches entstanden laut Vorwort zwischen 1989 und 1991. Es liegt deshalb nahe, die Zeilen als Abschied auf Distanz zu lesen: als Verlust einer Nähe durch Umzug und Zeit. Das bleibt eine Deutung. Eine Liebesbeziehung zwischen den beiden ist damit nicht gemeint und nicht belegt.

Auf Amors Tränen folgt sein Lächeln

Im Buch folgt unmittelbar Cupid’s Smile II, das dasselbe Bild umdreht: Auch dort regnet es, aber danach kommt die Sonne, und die Sonne ist Amors Lächeln. Ob die beiden Gedichte zusammen entstanden, ist nicht bekannt. In der Abfolge des Buches wirken sie wie zwei Seiten derselben Stimmung.

Amor als Figur taucht in Tupacs Liebesgedichten mehrfach auf, etwa in Hours Pass By und What I See!.

Mehr zum Buch und alle Gedichte in der Einführung.