Zum Inhalt
Design:StandardSiebdruck
Die deutsche Tupac-Shakur-Seite · seit 2002 Leben, Werk, Umfeld und Tod Design:StandardSiebdruck
United·Tupac.Com Seit 2002
Menü
B11996MakaveliTHE DON
KILLUMINATI
The 7 Day TheoryDeath Row / Interscope1 CD
Makaveli · The Don KilluminatiKein Coverbild, Titel als Schrift

1996Nach dem Tod

The Don Killuminati

The 7 Day Theory · als Makaveli

Tupac am Kreuz: das Makaveli-Album, im August 1996 in wenigen Tagen aufgenommen und acht Wochen nach seinem Tod erschienen. Düster, wütend, mit „Hail Mary“.

US
1
DE
76
RIAA
4× Platin

Zur Tracklist12Zum ArtikelZu allen Alben

Hintergrund · The Don Killuminati

Auf dem Cover hängt Tupac am Kreuz, gemalt nach dem Vorbild von Renaissance-Gemälden. Als das Album in die Läden kam, war er seit acht Wochen tot: Am 13. September 1996 starb er in Las Vegas an den Folgen eines Attentats. Kurz zuvor hatte er die Platte fertiggestellt, unter einem neuen Namen. The Don Killuminati: The 7 Day Theory erschien als Werk von Makaveli.

Es ist sein dunkelstes Album und für viele Fans sein wichtigstes.

Ein Pseudonym aus der Zelle

Den Namen Makaveli hatte Tupac aus der Haft mitgebracht. Dort las er Niccolò Machiavellis Der Fürst und übernahm die Idee, Gegner durch Täuschung zu verwirren. Im Titel stecken gleich mehrere Anspielungen: „Don“ steht für den Paten, „Killuminati“ verspottet Verschwörungsmythen um die Illuminati, „7 Day Theory“ verweist auf die kurze Entstehungszeit.

Sieben Tage im August

Laut den Musikern und Toningenieuren der Sessions nahm Tupac die Lieder im August 1996 binnen einer Woche auf. Die meisten Beats lieferte Produzent Hurt-M-Badd. Ob das Album in dieser Form erscheinen sollte, ist nicht abschließend geklärt. Sicher ist, dass es zu den letzten Projekten gehörte, die er selbst abschloss.

Moll statt Party

Klanglich setzt sich das Album deutlich von All Eyez on Me ab: weniger Party, mehr Moll, Streicher und Hall. Hail Mary mit den Outlawz und Prince Ital Joe gilt mit seinem Glockenschlag-Beat als einer der bekanntesten Tupac-Songs überhaupt. To Live & Die in L.A. mit Val Young ist eine Liebeserklärung an Los Angeles. Den eingängigsten Moment liefert Toss It Up mit K-Ci & JoJo, Aaron Hall und Danny Boy.

Kampfansagen und stille Stücke

Daneben stehen offene Kampfansagen. Bomb First und Against All Odds richten sich gegen The Notorious B.I.G., Puff Daddy, Mobb Deep, Nas, Jay-Z und Personen, die Tupac mit dem Überfall von 1994 in Verbindung brachte. White Man'z World und Blasphemy sind dagegen nachdenkliche, politische Stücke. Die Outlawz prägen das Album stärker als jedes andere Tupac-Werk.

Ein Kreuz, das Theorien nährte

Das Cover malte der Künstler Ronald „Riskie“ Brent. Ein Hinweis im Booklet erklärt, das Bild sei nicht als Respektlosigkeit gegenüber Jesus Christus gemeint. Nach Tupacs Tod lasen viele Fans das Motiv und den Wechsel zum Pseudonym als Zeichen. Daraus entstanden die Theorien, er habe seinen Tod nur vorgetäuscht, und sie halten sich hartnäckig.

Nummer eins ohne Hit in den Hot 100

Das Album stieg auf Platz 1 der Billboard 200 ein. Als Singles erschienen Toss It Up, To Live & Die in L.A. (UK Platz 10) und Hail Mary. In die Billboard Hot 100 kam keine von ihnen. Die RIAA vergab im Juni 1999 vierfaches Platin.

Vom Verriss zum Lieblingsalbum

Die Kritiken waren zunächst gespalten. AllMusic warf dem Album vor, vom Tod des Künstlers zu profitieren, und vergab zweieinhalb Sterne. Das britische Magazin Muzik nannte es dagegen eines der wichtigsten Alben des Jahres.

Mit wachsendem Abstand stieg das Ansehen. XXL bewertete es später mit der Höchstnote, Rapper wie J. Cole nennen es ihr Lieblingsalbum. Heute gilt The Don Killuminati neben Me Against the World als Tupacs künstlerisch geschlossenstes Werk. Keine einzige dieser Kritiken hat er noch gelesen.

Tracklist

The Don Killuminati: The 7 Day Theory

Makaveli · 1996 · Death Row / Interscope

Alle Titel

12 Titel · 59:05

  1. 1Bomb First (My Second Reply)4:57Gäste E.D.I. Mean, Young NobleProduzent Darryl „Big D“ Harper
  2. 2Hail Mary5:10Gäste Outlawz, Prince Ital JoeProduzent Hurt-M-Badd
  3. 3Toss It Up5:06Gäste Aaron Hall, Danny Boy, K-Ci & JoJoProduzent Demetrius Shipp, Reggie Moore
  4. 4To Live & Die in L.A.4:33Gäste Val YoungProduzent QDIII
  5. 5Blasphemy4:38Produzent Hurt-M-Badd
  6. 6Life of an Outlaw4:56Gäste OutlawzProduzent Makaveli, Darryl „Big D“ Harper
  7. 7Just Like Daddy5:07Gäste OutlawzProduzent Hurt-M-Badd
  8. 8Krazy5:16Gäste Bad AzzProduzent Darryl „Big D“ Harper
  9. 9White Man'z World5:38Produzent Darryl „Big D“ Harper
  10. 10Me and My Girlfriend5:08Produzent Makaveli, Darryl „Big D“ Harper, Hurt-M-Badd
  11. 11Hold Ya Head3:59Gäste Hurt-M-BaddProduzent Hurt-M-Badd
  12. 12Against All Odds4:37Produzent Hurt-M-Badd, Makaveli