Hintergrund · Best of 2Pac
Neun Jahre nach Greatest Hits erschien eine zweite Werkschau, diesmal auf zwei getrennte CDs verteilt. Best of 2Pac teilt das Werk nach zwei Facetten: Part 1: Thug bündelt die harten Club- und Radiohits, Part 2: Life die nachdenklichen Stücke.
Geklärte Rechte fürs Weihnachtsgeschäft
2007 war die Rechtelage übersichtlicher als noch 1998. Universal hatte über Interscope und die Katalogsparte UMe Zugriff auf große Teile des Archivs; Death Row steckte nach der Insolvenz von Gründer Suge Knight im Verkaufsprozess. So ließen sich Aufnahmen aus allen Phasen auf einer Kompilation vereinen. Die Veröffentlichung zielte bewusst auf das Weihnachtsgeschäft, genau ein Jahr nach dem letzten Studioalbum Pac's Life.
Zwei Hälften zwischen Härte und Tiefe
Part 1: Thug versammelt die großen Hits der Death-Row-Jahre: 2 of Amerikaz Most Wanted, California Love in der Originalfassung, How Do U Want It, I Ain't Mad at Cha und Hail Mary, dazu Changes, So Many Tears und Trapped. Neu war Resist the Temptation mit Soulsängerin Amel Larrieux. Auch der Dear Mama-Remix mit Anthony Hamilton aus Pac's Life fand seinen Platz.
Part 2: Life setzt auf ruhigere Töne: Keep Ya Head Up, Brenda's Got a Baby, Ghetto Gospel, Never Call U Bitch Again und Until the End of Time in der Fassung mit Richard Page. Neu waren Dopefiend's Diner, ursprünglich von Deon „Big D“ Evans produziert, und eine Akustikfassung von Thugz Mansion, die als „2Pac Original“ ausgewiesen ist.
Streng durchgehalten war das Konzept nicht: Changes landete auf der „Thug“-CD, während Definition of a Thug Nigga ausgerechnet „Life“ eröffnet. Wer die regulären Alben bereits besaß, kaufte die beiden Scheiben vor allem wegen der drei Erstveröffentlichungen.
Silber in England, verhaltener Zuspruch in den USA
Kommerziell blieben beide Teile hinter Greatest Hits zurück: Platz 65 und Platz 77 in den Billboard 200, bis 2011 rund 212.000 beziehungsweise 135.000 verkaufte Einheiten in den USA. Eine RIAA-Auszeichnung erhielt keiner der beiden Teile. In Großbritannien erreichten beide immerhin Silber. Für Einsteiger boten die CDs eine kompakte, günstigere Alternative zur Doppel-CD von 1998; Sammler griffen wegen der drei Archivtitel zu.
