Hintergrund · Nu-Mixx Klazzics Vol. 2
Alte Gesangsspuren auf neuen Beats, dazu nachträglich montierte Gäste: Vier Jahre nach Nu-Mixx Klazzics legte Death Row mit Evolution: Duets & Remixes nach. Das Konzept bestand darin, Tupacs Strophen aus der Death-Row-Zeit mit neuen Beats zu unterlegen und mit Rappern und Sängern zu kombinieren, die nie mit ihm im Studio standen.
Death Row stand zum Verkauf
Das Album fiel in eine unruhige Zeit für Death Row: Suge Knight hatte 2006 Insolvenz angemeldet, das Label und sein Katalog standen zum Verkauf. Veröffentlicht wurde weiter über Koch Records, das schon den ersten Teil sowie 2Pac Live vertrieben hatte. Wie beim Vorgänger bediente man sich vor allem bei All Eyez on Me und The Don Killuminati, dazu kamen Stücke aus anderen Quellen.
So stammte Pain ursprünglich vom Soundtrack zu Above the Rim aus dem Jahr 1994, Wanted Dead or Alive mit Snoop Dogg vom Soundtrack zu Gridlock'd. Lost Souls mit den Outlawz war zuvor als B-Seite der Single To Live & Die in L.A. erschienen.
Zusammengeschnitten statt gemeinsam im Studio
Picture Me Rollin' steht zweimal auf dem Album: zu Beginn mit Kurupt und Butch Cassidy, am Ende in einer Fassung mit den Outlawz, produziert von Claudio Cueni. Got My Mind Made Up bringt Kurupt und die Outlawz zusammen, Staring Through My Rear View den Soulsänger Dwele. Styles P von The LOX rappt auf Pain, die New Yorker Boot Camp Clik auf Initiated (produziert von Jake One). Hail Mary erscheint als Rock-Remix.
Der Ansatz war derselbe wie beim ersten Teil: Tupacs Gesang blieb, alles andere wurde ersetzt. Weil die Gastbeiträge nachträglich entstanden, gibt es keine Gespräche oder echten Wechselstrophen. Das Wort „Duette“ im Untertitel war deshalb eher Marketing als Beschreibung.
Platz 45 in den Charts und ein Stern bei AllMusic
Laut Wikipedia umfasst die Veröffentlichung 15 Titel. Die bei Discogs als Hauptausgabe geführte US-CD hat 12 Stücke, und die Tabelle unten folgt dieser CD.
Das Album kam auf Platz 45 der Billboard 200 und Platz 2 der Independent-Charts, blieb aber deutlich hinter dem ersten Teil zurück. AllMusic vergab einen von fünf Sternen. Für Sammler ist es vor allem wegen einiger seltener Strophen interessant; als Album gilt es als Tiefpunkt der Death-Row-Verwertung.
