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GedichtTeil „The Rose That Grew from Concrete“

What Is It That I Search 4

Ein blindes Herz auf der Suche nach dem Unsichtbaren: In „What Is It That I Search 4“ fragt Tupac nach einem Ziel, das er selbst nicht benennen kann.

Buch
The Rose That Grew from Concrete (1999)
Teil
The Rose That Grew from Concrete
Originaltext
nicht abgedruckt (Urheberrecht); nachzulesen im Buch

Eine Suche, die kein Ziel kennt: In What Is It That I Search 4 hält Tupac eine innere Ungewissheit fest. Das Gedicht folgt im Buch auf If I Fail und gehört zu den nachdenklichen Texten im ersten Teil von The Rose That Grew from Concrete, in dem er über sich selbst, seine Ziele und seinen Platz in der Welt nachdenkt.

Das Herz muss blind suchen

Das Gedicht beginnt mit einem Eingeständnis: Der Sprecher weiß nicht, wonach er sucht, nur dass er es noch nicht gefunden hat. Weil das Gesuchte für das Auge unsichtbar ist, muss sein Herz blind danach suchen. Die zweite Strophe stellt eine fast philosophische Frage: Wenn er es zufällig fände, würde er überhaupt merken, dass seine Aufgabe erfüllt ist? Er fragt sich, ob man zu einem Schluss kommen kann, bevor die Frage überhaupt gestellt wurde.

Die letzte Strophe vergleicht die Suche mit dem Blick aufs Meer. So wie niemand weiß, was hinter dem Ufer liegt, werde er nie die Antwort darauf finden, was er sucht. Das Gedicht endet ohne Trost, aber auch ohne Verzweiflung. Die Suche selbst ist der Zustand, in dem der Sprecher lebt.

Die Unruhe zieht sich durch den ersten Buchteil

Diese Unruhe zieht sich durch den gesamten ersten Buchteil. In The Eternal Lament schreibt Tupac, er werde ewig nach Vollkommenheit streben und alles noch einmal tun wollen. In In the Depths of Solitude beschreibt er ein junges Herz mit einer alten Seele, das doppelt so schnell lebt wie andere. What Is It That I Search 4 fügt dem eine leisere Note hinzu: die Ahnung, dass manches Ziel gar nicht zu erreichen ist.

Die Schreibweise mit der Ziffer „4“ statt „for“ ist typisch für Tupacs Handschrift und wurde im Buch beibehalten. Eine genaue Datierung gibt es nicht. Laut Vorwort von Afeni Shakur stammen die Gedichte aus den Jahren 1989 bis 1991.

Mehr zum Buch und alle Gedichte in der Einführung.