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GedichtTeil „The Rose That Grew from Concrete“

God

Vier Strophen über Not und Einsamkeit: Wenn niemand half, blieb nur Gott. Tupacs Bekenntnis schenkt seine bedingungslose Liebe dem einzigen Halt.

Buch
The Rose That Grew from Concrete (1999)
Teil
The Rose That Grew from Concrete
Originaltext
nicht abgedruckt (Urheberrecht); nachzulesen im Buch

Drei Punkte vor dem Namen, dann hält jede Strophe inne: Wo kein Freund und kein Beistand hilft, bleibt nur eine einzige Zuflucht. God schließt den ersten Teil von The Rose That Grew from Concrete ab, der den Titel des Buchs trägt. Es ist eines der wenigen ausdrücklich religiösen Gedichte der Sammlung und zugleich eines der klarsten im Aufbau.

Vier Strophen, dieselbe Antwort

Jede der vier Strophen folgt demselben Muster. Der Sprecher beschreibt eine Notlage: allein und mittellos, ohne einen Freund, der den Schmerz mittragen könnte; kraftlos am Morgen, ohne Atem, um aufzustehen; nur Traurigkeit vor Augen und ohne Antworten. Jedes Mal kam niemand, außer Gott. Vor das Wort setzt Tupac drei Punkte, eine kleine Pause, die das Ende jeder Strophe wie ein Innehalten wirken lässt.

Die letzte Strophe zieht die Summe: Wenn man ihn frage, wem er seine bedingungslose Liebe schenke, solle man keinen anderen Namen suchen. Das Gedicht ist damit Bekenntnis und Antwort an alle, die ihn nach seinem Halt fragen.

Nur Gott kann ihn richten: Der Glaube reicht bis in die Musik

Die Einsamkeit, aus der heraus der Sprecher betet, ist im ersten Buchteil allgegenwärtig, etwa in Sometimes I Cry oder In the Depths of Solitude. God beantwortet sie. Das Verhältnis zu Gott blieb auch in Tupacs Musik ein Thema; berühmt wurde die Formel, nur Gott könne ihn richten. Nikki Giovanni greift genau diesen Satz in ihrem Vorwort zum Buch auf.

Die Rede von „bedingungsloser Liebe“ findet sich später im Titel seines Songs Unconditional Love wieder, ein Anklang, kein belegter Zusammenhang. Entstanden ist das Gedicht laut Vorwort von Afeni Shakur zwischen 1989 und 1991; ein genaueres Datum ist nicht bekannt. Auf dem Album The Rose That Grew from Concrete von 2000 trägt Reverend Run das Gedicht vor.

Einen Überblick über das ganze Buch und alle Gedichte gibt die Einführung.