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GedichtTeil „The Rose That Grew from Concrete“

In the Depths of Solitude

„Dedicated 2 Me“: Wie der 19-jährige Tupac in „In the Depths of Solitude“ seine Einsamkeit ergründete und zwei Menschen in sich zum Vorteil erklärte.

Buch
The Rose That Grew from Concrete (1999)
Teil
The Rose That Grew from Concrete
Widmung
Dedicated 2 Me
Originaltext
nicht abgedruckt (Urheberrecht); nachzulesen im Buch

Die Widmung über den Versen ist kurz und ungewöhnlich: „Dedicated 2 Me“. Tupac schrieb das Gedicht sich selbst. Im Buch The Rose That Grew from Concrete folgt In the Depths of Solitude direkt als zweites Stück auf das Titelgedicht: eine frühe Erkundung von Einsamkeit, Respekt und innerer Zerrissenheit.

Wie aus Zerrissenheit ein Vorteil wird

Das Gedicht beginnt als Selbstbeobachtung. Der Sprecher lebt in tiefer Einsamkeit, sucht Seelenfrieden und will dabei seine Seele nicht verlieren. Er sehnt sich nach Anerkennung und Respekt, will aber keine Kompromisse machen. Dass er dabei Risiken eingeht, nennt er sein einziges Bedauern.

Dann kommt die Wendung, um die sich alles dreht: Tupac beschreibt sich als „A young heart with an old soul“ und fragt, wie er einsam sein könne, wenn doch zwei in ihm wohnen. Was zunächst wie Zerrissenheit klingt, deutet er am Ende als Vorteil. Das Duo in ihm lasse ihn doppelt so schnell lernen und leben wie Menschen, die sich mit dem Einfachen zufriedengeben.

Das Gedicht lässt sich als früher Schlüssel zu seinem späteren Werk deuten. Die Spannung zwischen dem nachdenklichen Dichter und dem kompromisslosen Rapper, die Kritiker und Fans später immer wieder beschrieben, formuliert er hier als Teenager selbst.

Geschrieben mit neunzehn in Marin City

Ein genaues Datum gibt es nicht. Laut Vorwort von Afeni Shakur entstanden die Gedichte des Buchs zwischen 1989 und 1991, in Tupacs Zeit in Marin City. Leila Steinberg schreibt in ihrer Einleitung, er sei beim Schreiben neunzehn gewesen. Dass die Herausgeber das Gedicht gleich an den Anfang stellten, macht es zu einer Art Selbstvorstellung des Autors.

Verwandt ist The Eternal Lament, in dem Tupac ebenfalls über seinen rastlosen Ehrgeiz nachdenkt.

Mehr zum Buch in der Einführung.