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GedichtTeil „Just a Breath of Freedom“

Where There Is a Will....

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg: Tupac setzt auf ein positives Herz und eine Jugend, die einander nach Taten statt nach Hautfarbe beurteilt.

Buch
The Rose That Grew from Concrete (1999)
Teil
Just a Breath of Freedom
Originaltext
nicht abgedruckt (Urheberrecht); nachzulesen im Buch

Gedichte über politische Gefangene, Rassismus und die Drogensucht der eigenen Mutter prägen den dritten Teil von The Rose That Grew from Concrete. Doch das Kapitel „Just a Breath of Freedom“ endet nicht in Bitterkeit. Sein Schlusspunkt ist einer der hoffnungsvollsten Texte des gesamten Bandes: Where There Is a Will….. Titel und Punkte sind im Buch genau so gedruckt.

Tupac füllt das alte Sprichwort mit Inhalt

Das Gedicht greift das englische Sprichwort „Where there is a will, there is a way“ auf: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Tupac füllt die Redensart Strophe für Strophe mit Inhalt. Der Weg führt dazu, einen besseren Tag zu suchen und zu entdecken. Ein positives Herz genügt, um sich zu erheben und Erfolg zu haben.

Die dritte Strophe ist die politischste: Sie beschreibt einen Ort, an dem junge Menschen heranwachsen und einander nach ihren Taten respektieren, nicht nach ihrer Hautfarbe. Der Gedanke erinnert an Martin Luther Kings berühmten Traum, Menschen nach ihrem Charakter statt nach ihrer Hautfarbe zu beurteilen; einen direkten Verweis gibt es im Gedicht aber nicht. Die letzte Strophe ist eine Anweisung an den Leser: Wenn die Zeiten düster sind, soll er das Sprichwort selbst aussprechen.

Schlichte Reime werden zur Lebenshilfe

Der Text ist schlicht gebaut, mit kurzen Zeilen und klaren Reimen. Er wirkt fast wie ein Gedicht für den Unterricht. Das passt zu dem, was Leila Steinberg in ihrer Einleitung zum Buch festhält: Tupac wollte Kunst nutzen, um Jugendlichen in schwierigen Lagen zu helfen. Eng verwandt sind If I Fail, in dem Tupac verspricht, aus Fehlern zu lernen und es erneut zu versuchen, und And 2morrow mit seinem Vertrauen auf einen neuen Tag.

Dass dieser Optimismus am Ende des härtesten Buchteils steht, gibt den Zeilen besonderes Gewicht. Ob Tupac ihn selbst dorthin setzte oder die Herausgeber die Dramaturgie bestimmten, ist nicht bekannt. Datiert ist das Gedicht nicht; laut Vorwort von Afeni Shakur stammen die Gedichte aus den Jahren 1989 bis 1991.

Mehr zum Buch und alle Gedichte in der Einführung.