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GedichtTeil „Just a Breath of Freedom“

Tears of a Teenage Mother

Der Vater kauft Jordans, dem Baby fehlt die Milch: Acht Zeilen harter Kontrast, eng verwandt mit Tupacs Single „Brenda's Got a Baby“.

Buch
The Rose That Grew from Concrete (1999)
Teil
Just a Breath of Freedom
Originaltext
nicht abgedruckt (Urheberrecht); nachzulesen im Buch

Keine Widmung, knappe Verse und ein einziger Kunstgriff: Tears of a Teenage Mother stellt zwei Welten gegeneinander. Im Buch The Rose That Grew from Concrete steht das kurze Gedicht im dritten Teil, „Just a Breath of Freedom“, eingeordnet zwischen den politischen Gedichten.

Der Vater prahlt, dem Baby fehlt die Milch

Jedes Zeilenpaar stellt den Vater und das Baby nebeneinander. Er prahlt mit seinen neuen Jordans, während dem Baby die Milch ausgeht. Er kauft alle zwei Wochen Gold, doch dem Baby gehen die Windeln aus. Er kauft Kleidung für seine neue Freundin, und dem Baby fehlt die Medizin. In der Schlusszeile kippt das Muster: Als die Mutter um Geld für das Kind bittet, ist der Vater zur Tür hinaus.

Der Titel spricht von den Tränen der Mutter, doch sie selbst kommt im Gedicht kaum vor. Gerade diese Leerstelle macht den Text stark: Ihre Lage ergibt sich vollständig aus dem, was fehlt.

Dasselbe Thema prägt auch „Brenda’s Got a Baby“

Wann genau Tupac die Zeilen schrieb, ist nicht überliefert. Laut Vorwort von Afeni Shakur entstanden die Gedichte zwischen 1989 und 1991. Dasselbe Thema behandelt seine Single Brenda’s Got a Baby von 2Pacalypse Now (1991): die Geschichte eines Mädchens, das allein mit einem Baby zurückbleibt. Auch Keep Ya Head Up (1993) wendet sich an Mütter, die von den Vätern ihrer Kinder verlassen wurden. Ob das Gedicht vor oder nach dem Song entstand, ist nicht bekannt.

Tupac wuchs selbst ohne Vater bei seiner Mutter auf. Diesen Hintergrund spricht er in If I Fail direkt an.

Auf dem Album The Rose That Grew from Concrete (2000) fand das Gedicht schließlich auch eine Stimme: Dort liest die Schauspielerin Jasmine Guy den Text.

Mehr zum Buch in der Einführung.