Hintergrund · Keep Ya Head Up
Im Herbst 1993 rechnete Tupac Shakur mit Männern ab, die Frauen im Stich lassen. Keep Ya Head Up richtet sich an schwarze Frauen, an junge Mütter, deren Partner verschwunden sind, und an Kinder, die ohne Väter aufwachsen. Das Lied begründete seinen Ruf als nachdenklicher Rapper.
Trost für Frauen, Kritik an Vätern und am Staat
Der Beat baut auf Be Alright von Zapp auf, der Refrain greift O-o-h Child der Five Stairsteps auf. Inhaltlich verbindet Tupac Trost und Anklage: Er spricht Frauen Mut zu, kritisiert Männer, die Kinder zeugen und verschwinden, und prangert den Staat an, der bei der Sozialhilfe kürzt. Die Kritikerin Alyssa Rosenberg schrieb später, das Lied verknüpfe eine Abrechnung mit verantwortungslosen Vätern, ein Plädoyer für das Recht auf Abtreibung und eine scharfe Analyse von Frauenfeindlichkeit.
Gewidmet ist das Lied Tupacs Patenkind Elijah und Corin, der Tochter von Salt aus dem Duo Salt-N-Pepa.
Ein Kind im Arm und eine Widmung an Latasha Harlins
Das Video beginnt mit einer Widmung an Latasha Harlins, die 1991 mit fünfzehn Jahren in einem Laden in Los Angeles erschossen worden war. Regie führte David Dobkin. Tupac rappt umringt von Menschen und hält ein Kind im Arm; seine Mutter Afeni Shakur und die Schauspielerin Jada Pinkett haben Gastauftritte.
Die US-Maxi-Single und die Urfassung von 1997
Gezeigt wird die US-Maxi-Single (CD 95972-2, auch als 12").
Die letzte Nummer ist die Urfassung von I Wonder If Heaven Got a Ghetto, das 1997 in neuer Produktion zur Single wurde.
