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GedichtTeil „The Rose That Grew from Concrete“

Sometimes I Cry

Allein weinen, weil die Welt vorbeihastet und niemand fragt: Eines der offensten Gedichte aus Tupacs Band „The Rose That Grew from Concrete“.

Buch
The Rose That Grew from Concrete (1999)
Teil
The Rose That Grew from Concrete
Originaltext
nicht abgedruckt (Urheberrecht); nachzulesen im Buch

Keine Pose, keine Härte und nicht einmal eine Widmung: Schon der Titel Sometimes I Cry ist ein Bekenntnis, das man vom späteren Image des Rappers kaum erwartet. Das Gedicht steht an dritter Stelle im Band The Rose That Grew from Concrete und gehört zu den direktesten Texten des Buchs.

Bittere Tränen, an denen die Welt vorbeieilt

Der Sprecher schildert, dass er manchmal weint, wenn er allein ist, weil er ganz auf sich gestellt ist. Seine Tränen beschreibt er als bitter und warm: Sie fließen voller Leben, haben aber keine Form. Sein Herz sei zerrissen, und es falle ihm schwer weiterzumachen.

Der Kern des Gedichts liegt in der Mitte. Hätte er jemanden, dem er sich anvertrauen könnte, würde er unter Freunden weinen. Doch kaum jemand bleibe so lange stehen, um einem anderen weiterzuhelfen. Die Welt bewege sich schnell und gehe lieber vorbei, als nachzusehen, was einen zum Weinen bringt. Das Gedicht endet mit der Feststellung, dass sich niemand für das Warum interessiert.

Entstanden vor dem Ruhm: Zwischen 1989 und 1991

Ein genaues Datum ist nicht belegt. Laut dem Vorwort von Afeni Shakur entstanden die Gedichte zwischen 1989 und 1991. Nikki Giovanni betont im Vorwort, das Buch zeige einen sensiblen jungen Mann, dessen Gefühle die Öffentlichkeit gern übersehe. Sometimes I Cry ist dafür das deutlichste Beispiel.

Im Buch antwortet ihm If There Be Pain…: Dort bietet Tupac genau die Hilfe an, die er hier vermisst. Thematisch verwandt ist der Song So Many Tears auf Me Against the World (1995), in dem Trauer und Erschöpfung ebenfalls offen ausgesprochen werden. Diese Verbindung ist als Deutung zu verstehen.

Auf dem Album The Rose That Grew from Concrete (2000) interpretierte Dan Rockett das Gedicht.

Mehr zum Buch in der Einführung.