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22.01.1997335 Wörter · 2 Min.

Erster Sieg vor Gericht: Death Row muss Tupac-Merchandise stoppen

Keine Fanartikel ohne Erlaubnis: Wie Afeni Shakur im Januar 1997 vor Gericht Death Row stoppte, der erste juristische Erfolg für Tupacs Nachlass.

Original: „Tupac’s Mother Wins Suit Against Death Row“ · MTV News · ohne Autorenangabe · 22. Januar 1997

Auslöser war laut Meldung ein Werbezettel in All Eyez on Me: Darüber bot Death Row T-Shirts, Mützen und Sweatshirts mit Tupacs Bild an. Afeni Shakur reichte am 13. Dezember 1996 Klage ein. Vier Monate nach dem Tod ihres Sohnes setzte sie einen ersten Erfolg gegen sein Label durch: Laut MTV ordnete ein Bundesgericht in Los Angeles am Dienstag, dem 21. Januar 1997, an, dass Death Row keine Tupac-Fanartikel mehr ohne Zustimmung des Nachlasses verkaufen darf.

Richter Byrne stoppt den Verkauf: 18 Prozent für Afeni

Richter William Matthew Byrne verpflichtete Death Row, den Hersteller Cronies und den Vertrieb Globex, vor jedem weiteren Verkauf die Erlaubnis des Nachlasses einzuholen. Außerdem stehe Afeni Shakur ein Anteil von 18 Prozent an allen Merchandise-Einnahmen aus dem letzten Quartal 1996 zu. Insgesamt, so die Schätzung, könnten bis zu 500.000 Dollar an den Nachlass fließen.

Die Familie entscheidet, nicht das Label

Der Beschluss war klein im Vergleich zu dem, was folgte, aber er setzte ein Zeichen: Über Tupacs Namen und Bild entschied nach seinem Tod seine Familie, nicht sein Label. Die Meldung spricht von einem gewonnenen Prozess. Genau genommen handelte es sich um eine gerichtliche Anordnung in einem laufenden Verfahren. Die Zahlen stammen aus Medienberichten jener Tage und wurden nicht weiter bestätigt.

Auch bei den Daten widersprechen sich die MTV-Quellen: Ein Rückblick vom September 1997 sagt, Afeni habe „sechs Wochen nach seinem Tod“ geklagt, also Ende Oktober 1996. Diese Meldung nennt den 13. Dezember. Welches Datum stimmt, ließ sich nicht klären.

Der Auftakt zum 17-Millionen-Dollar-Prozess

Der Merchandise-Streit war der Auftakt. Im April 1997 folgte die große Klage über 17 Millionen Dollar wegen nicht gezahlter Tantiemen, im Herbst die Einigung, mit der Afeni die Rechte an Tupacs unveröffentlichter Musik bekam.

Richter Byrne war kein Unbekannter: Er hatte 1973 den Prozess um die Pentagon-Papiere gegen Daniel Ellsberg geleitet.

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