GedichtTeil „Liberty Needs Glasses“
In the Event of My Demise
Formuliert wie ein Testament, gedruckt nur als Handschrift: Wie Tupac mit dem frühen Tod rechnete, und hoffte, für ein Prinzip zu sterben.
- Buch
- The Rose That Grew from Concrete (1999)
- Teil
- Liberty Needs Glasses
- Originaltext
- nicht abgedruckt (Urheberrecht); nachzulesen im Buch
Am Ende des Buches steht keine Druckschrift: In the Event of My Demise ist das einzige Gedicht in The Rose That Grew from Concrete, das nur als Faksimile der Handschrift abgedruckt ist, ohne getippte Fassung daneben. Der Text schließt den Band ab und gehört zu seinen bekanntesten Stücken.
Sterben für ein Prinzip
Der Text ist kurz und wie eine Verfügung formuliert. Der Sprecher denkt an den Moment, in dem sein Herz aufhört zu schlagen, und hofft, für ein Prinzip oder einen Glauben zu sterben, für den er gelebt hat. Die Zeile „I Hope I Die For A Principle“ gehört zu den bekanntesten des Buchs.
Danach wird es dunkler: Der Sprecher spürt den Schatten und rechnet damit, vor seiner Zeit zu sterben, mit so vielem, das er noch erreichen wollte. Er hat sich mit dieser Möglichkeit abgefunden und die letzte Träne getrocknet. Das Gedicht schließt mit einer Art Bilanz: Geliebt habe er alle, die positiv waren.
Nach 1996: Eine Vorahnung im Rückblick
Laut Vorwort von Afeni Shakur entstanden die Gedichte zwischen 1989 und 1991; ein genaueres Datum ist nicht belegt. Gelesen nach Tupacs Tod im September 1996, mit 25 Jahren, wirkt der Text wie eine Vorahnung. Das bleibt eine Deutung im Rückblick. Todesgedanken gehören jedoch tatsächlich zu den Konstanten in seinem Werk, bis hin zu Songs wie If I Die 2Nite auf Me Against the World (1995).
Für das Album The Rose That Grew from Concrete (2000) nahmen die Outlawz das Gedicht gemeinsam mit Geronimo Ji Jaga auf. Er ist besser bekannt als Geronimo Pratt, Tupacs Pate und früheres Black-Panther-Mitglied.
Die Herausgeber setzten das Gedicht ans Ende des Buchs, als Schlusswort des Autors. Mehr dazu in der Einführung.