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578 Wörter · 3 Min.

Above the Rim (1994)

Basketballdrama aus Harlem, 1993 gedreht: Tupac spielt den Gangster Birdie. Es war der letzte Film, der zu seinen Lebzeiten ins Kino kam.

Filmplakat Above the Rim (1994)
Filmplakat: New Line Cinema
Regie
Jeff Pollack (Regiedebüt)
Drehbuch
Barry Michael Cooper und Jeff Pollack, nach einer Geschichte von Jeff Pollack und Benny Medina
Produktion
Jeff Pollack, Benny Medina
Verleih
New Line Cinema
Darsteller
Duane Martin (Kyle-Lee Watson), Leon (Shep), Tupac Shakur (Birdie), Tonya Pinkins (Mailika Watson), Marlon Wayans (Bugaloo), Bernie Mac (Flip), David Bailey (Coach Rollins), Wood Harris (Motaw)
Musik
Marcus Miller
Gedreht
ab Oktober 1993 in Harlem, unter anderem am legendären Freiplatz Rucker Park
US-Kinostart
Mittwoch, 23. März 1994 (Premiere in Los Angeles am 22. März); Box Office Mojo führt den Freitag, 25. März, als Datum des Startwochenendes
Länge
ca. 93-96 Minuten
Einspielergebnis USA
16,2 Mio. US-Dollar, davon 3,7 Mio. am Startwochenende (Box Office Mojo)

In Above the Rim spielt Tupac Shakur Birdie, einen Gangster aus Harlem, der ein Streetball-Turnier kontrolliert und ein junges Talent auf seine Seite ziehen will. Der Film entstand im Herbst 1993, in genau den Wochen, in denen Tupacs Leben aus den Fugen geriet.

Daten zum Film

Die Geschichte

Kyle-Lee Watson ist ein begabter Highschool-Basketballer, der auf ein Stipendium der Georgetown University hofft. Zwischen ihm und dem Erfolg stehen zwei Brüder: Shep, ein früherer Star der Freiplätze, der sich am Tod eines Freundes schuldig fühlt und als Wachmann an der Schule arbeitet, und Birdie, der Drogendealer des Viertels. Birdie lockt Kyle mit Geld, Frauen und Clubbesuchen in sein Team für ein Streetball-Turnier, auf das er hoch wettet. Kyle muss sich entscheiden, wem er folgt.

Die Dreharbeiten im Herbst 1993

Während der Dreharbeiten überschlugen sich die Ereignisse. Am 31. Oktober 1993 wurde Tupac in Atlanta festgenommen, weil er auf zwei Polizisten außer Dienst geschossen haben soll; die Anklage wurde später fallen gelassen. Am 18. November 1993 kam es in einem Hotel in Manhattan zu dem Vorfall, der zum Prozess wegen sexuellen Missbrauchs führte. Mehr dazu auf den Seiten zu den Prozessen.

Ein Jahr später, am 30. November 1994, wurde Tupac im Foyer der Quad Recording Studios in New York angeschossen. Einen Tag danach sprach ihn die Jury des sexuellen Missbrauchs schuldig, von den schwereren Vorwürfen und der Waffenanklage aber frei. Im Februar 1995 wurde er zu 18 Monaten bis viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Siehe auch Shootings.

Kritiken

Die Kritik fand den Film formelhaft, Tupac dagegen stark. Peter Travers (Rolling Stone) schrieb, es sei Shakur, der allen die Show stehle: Seine Probleme mit dem Gesetz seien bekannt, an seiner Kraft als Schauspieler gebe es aber keinen Zweifel. Brian Lowry (Variety) bemängelte Klischees und technische Schwächen, nannte Tupac aber einen „wirkungsvoll bedrohlichen“ Bösewicht. Roger Ebert gab drei von vier Sternen, lobte die Darsteller und die Straßenszenen, kritisierte aber, dass die Figur Birdie auf Autopilot geschrieben sei. Der film-dienst sah ein „arg konstruiertes“ Sozialdrama, das vor allem als Milieustudie überzeuge.

Der Soundtrack

Weit größer als der Film wurde der Soundtrack von Death Row Records. Darauf stehen Regulate von Warren G und Nate Dogg, ein großer Hit, und Pour Out a Little Liquor von Tupacs Gruppe Thug Life. Zwei weitere Tupac-Songs, Pain und Loyal to the Game mit Treach, fanden nur auf der Kassettenfassung Platz. Details in der Discografie.

Einordnung

Above the Rim war der letzte Film mit Tupac, der zu seinen Lebzeiten ins Kino kam; alle späteren Filme liefen erst nach seinem Tod an. Mit Birdie spielte er nach Juice erneut einen Mann der Straße, diesmal aber kontrolliert und verführerisch statt außer sich. In Deutschland erschien der Film im April 1995 als Above the Rim, Nahe dem Abgrund auf Video.

Personen in diesem Text

Warren GNate DoggTreach