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Picture Me Rollin'
In der Haft geschrieben, nach der Kaution aufgenommen: Auf „Picture Me Rollin'“ (1996) entwirft Tupac mit Danny Boy, Big Syke und CPO ein Zukunftsbild.
- Album
- All Eyez on Me, 13. Februar 1996 (Disc 2, Titel 7)
- Label
- Death Row Records / Interscope Records
- Produktion
- Johnny „J“
- Gäste
- Danny Boy, Big Syke, CPO
- Samples
- Winter Sadness (Kool & the Gang) und Better Off (Johnny „J“)
- Länge
- 5:15
- Weitere Ausgaben
- Greatest Hits (1998, CD 2), Nu-Mixx Klazzics Vol. 2 (2007, zwei Neufassungen)
Von Februar bis Oktober 1995 saß Tupac im Gefängnis. In dieser Zeit entstanden Texte, die er nach seiner Entlassung vertonte. Laut der Zusammenfassung von Revolt (2021) schrieb Tupac auch den Text zu Picture Me Rollin’ während der Haft: Er stellt sich vor, wie er später lebt, mit Geld und Wagen, trotz des Drucks hinter Gittern. Wie bei Ambitionz az a Ridah (Song) stammen also Teile der Zeilen aus der Zelle. Der Titel „Stell dir vor, wie ich rolle“ ist ein Wunschbild, das Tupac von sich entwirft: unterwegs, im Wagen, nach oben.
Dieses Bild sollte Wirklichkeit werden, als er am 12. Oktober 1995 gegen eine Kaution von 1,4 Millionen Dollar freikam, die Suge Knight und Jimmy Iovine aufbrachten. Der Preis war ein Vertrag über drei Alben. Eines davon, das 27 Titel starke Doppelalbum All Eyez on Me, entstand in rund zwei Monaten. Picture Me Rollin’ gehört darauf zu den Stücken, die Tupac mit Freunden aus seiner Zeit vor Death Row aufnahm (Details zum Album auf der Albumseite).
Vertraute Gäste und ein recycelter Beat
Aufgenommen wurde das Stück in den Sessions von Oktober bis Dezember 1995 in Tarzana; ein genaues Datum ließ sich nicht belegen. Produzent Johnny „J“ legte Tupac dafür einen wiederverwerteten Beat vor: Er hatte ihn zuvor unter dem Titel Better Off gebaut. Dazu kommt ein Sample aus Winter Sadness, einem ruhigen Stück der Funkband Kool & the Gang. Weil mehrere Mitglieder von Kool & the Gang als Urheber des Samples aufgeführt sind, ist die Autorenliste auf dem Album lang.
Danny Boy sang den Refrain, Big Syke und die Gruppe C.P.O. rappten mit. Die Gäste kannte Tupac gut: Big Syke war seit Thug Life sein enger Mitstreiter. Der Sänger Danny Boy gehörte zu Death Row und steht auch auf I Ain’t Mad at Cha. CPO (Vince Edwards, auch CPO Boss Hogg) war Teil der Death-Row-Szene. Mehr zur Auswahl der Gäste auf der Albumseite.
Keine Single, aber 136 Millionen Streams
Das Lied wurde nicht als Single ausgekoppelt. Bei Spotify kam es bis zum 7. Oktober 2026 dennoch auf rund 136 Millionen Streams (nach kworb.net). 1998 nahm es Greatest Hits auf. Auf Nu-Mixx Klazzics Vol. 2 (2007) steht es gleich zweimal: am Anfang mit den Rappern Kurupt und Butch Cassidy, am Ende mit den Outlawz, produziert von Claudio Cueni.
Ein Romantitel und ein späterer Verlust
2005 lieh sich die Autorin Black Artemis (Sofía Quintero) den Titel für ihren Roman Picture Me Rollin’, in dem Tupac als Leitfigur der Hauptfigur auftaucht (Buch). Nicht zu verwechseln ist das Lied mit einem gleichnamigen Song von Chris Brown (2015) auf dessen Album Royalty, der mit Tupacs Stück nichts zu tun hat.
Big Syke starb am 5. Dezember 2016.
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