Meldung vom 19. Oktober 1998
Zwei Vergleiche: Nachlass einigt sich mit Billy Garland und Jacquelyn McNealey
540.000 Dollar für den Vater, zwei Millionen für die verletzte Konzertbesucherin: Im Oktober 1998 legte Tupacs Nachlass zwei alte Streitfälle bei.
Am 19. Oktober 1998 bestätigte Nachlassanwalt Donald David gegenüber MTV News, dass zwei Verfahren um Tupacs Erbe beigelegt oder kurz davor waren. Billy Garland, Tupacs leiblicher Vater, zog seine Berufung zurück. Ein Gericht hatte seinen Anspruch auf die Hälfte des Nachlasses im Dezember 1997 abgewiesen. Statt weiterzustreiten, erhielt er 540.000 Dollar, dazu kamen gut 350.000 Dollar Anwaltskosten.
Warum Afeni Shakur zahlte
Nach Davids Worten ging es vor allem darum, Garland daran zu hindern, mit Tupacs Namen Geschäfte zu machen; nach kalifornischem Recht hätte er womöglich einen Anspruch darauf gehabt. Afeni Shakur habe die Vorstellung nicht ertragen.
Im zweiten Fall stimmte Jacquelyn McNealey vorläufig einem Vergleich über zwei Millionen Dollar zu. Sie war 1993 bei einem Konzert in Arkansas von einer verirrten Kugel getroffen worden; das Versäumnisurteil über 16,6 Millionen Dollar hatte ein Gericht in Kalifornien im Sommer aufgehoben. Wenn man für weniger als zehn Prozent der ursprünglichen Summe abschließen könne, lohne sich ein weiterer Prozess nicht, sagte David. Beide Vereinbarungen sollten am 4. November endgültig werden. Den verbleibenden Nachlass schätzte er auf acht bis zehn Millionen Dollar. Die Vorgeschichte: 16,6 Millionen Dollar: Versäumnisurteil gegen Tupacs Nachlass.
Billy GarlandAfeni Shakur: Panther, Mutter, Nachlassverwalterin