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Meldung vom 20. August 1997

Death Row sucht einen neuen Vertrieb, Interscope steht unter Druck

Der Chef im Gefängnis, ein Bundesverfahren, ein nervöser Mutterkonzern: Im August 1997 wurde bekannt, dass sich Death Row und Interscope trennen könnten.

Death Row Records, das Label, auf dem Tupacs letzte Alben erschienen waren, suchte im August 1997 nach einem neuen Vertriebspartner. Das berichtete die Los Angeles Times am 21. August unter Berufung auf Quellen aus der Branche. Seit Suge Knight zu neun Jahren verurteilt war, durfte er das Tagesgeschäft nicht mehr führen; die Zukunft des Labels hing in der Schwebe.

Druck von Seagram

Auch der bisherige Partner Interscope Records stand unter Druck. Edgar Bronfman Jr., Chef des Mutterkonzerns Seagram, habe gedrängt, sich von Death Row zu trennen, seit das Label ins Visier einer Bundesermittlung wegen organisierter Kriminalität geraten war. Seagrams Universal Music Group hatte im Februar 1996 die Hälfte von Interscope gekauft; einzelne Mitglieder des Verwaltungsrats störten sich an den gewalttätigen und sexuell expliziten Texten.

Ein Interscope-Sprecher sagte, man ringe seit Monaten mit der Frage, der Vertriebsvertrag sei aber weiter in Kraft. Erwartet wurde eine Entscheidung vor der Hauptversammlung von Seagram im November.

Suge Knight

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