Meldung vom 7. September 1997
Ein Jahr danach: Ermittlungen im Stillstand, Streit um ein Autopsiefoto
Zum ersten Jahrestag erschien Cathy Scotts Buch über den Mord, mit einem Foto aus der Gerichtsmedizin. Die Polizei sprach von Stillstand und suchte das Leck.
„Wir stecken fest“, sagte Sergeant Kevin Manning von der Mordkommission in Las Vegas kurz vor dem ersten Jahrestag der Schüsse. Hinweise gingen ständig ein, viele davon falsch, die Tatwaffe war nicht gefunden. Der Fall, einer der größten der Stadtgeschichte, war in „America’s Most Wanted“, „Unsolved Mysteries“ und „Prime Time Live“ gelaufen, ohne dass er voranging.
Ein Foto, das niemand freigegeben hatte
Am 7. September 1997, genau ein Jahr nach der Tatnacht, erschien das Buch The Killing of Tupac Shakur der Las-Vegas-Sun-Reporterin Cathy Scott. Es enthielt ein Foto aus der Gerichtsmedizin, das den toten Tupac zeigt. Der Gerichtsmediziner verlangte eine Untersuchung, wie das Bild nach draußen gelangt war. Verleger Anthony Curtis verteidigte den Abdruck: Das Foto beantworte die Frage, ob Tupac noch lebe.
Am 23. Oktober schloss die Polizei die interne Untersuchung ohne Ergebnis. Neun Mitarbeiter von Polizei und Gerichtsmedizin waren befragt worden; Polaroids, die zwei Detectives für ein Schulungsbuch gemacht hatten, wurden vernichtet. Mehr dazu: Verleger verteidigt das Autopsiefoto von Tupac.