Meldung vom 1. August 1997
C. DeLores Tucker verklagt Tupacs Nachlass auf zehn Millionen Dollar
Die bekannteste Gegnerin des Gangsta-Raps fühlte sich von Zeilen auf „All Eyez on Me“ verleumdet. Ende Juli 1997 klagte sie gegen den Nachlass.
In der letzten Juliwoche 1997 reichte C. DeLores Tucker beim Bundesgericht in Philadelphia Klage gegen Tupacs Nachlass ein, wie die Los Angeles Times am 1. August berichtete. Tucker, seit Jahren eine der lautesten Kritikerinnen des Gangsta-Raps, verlangte zehn Millionen Dollar. Sie sah sich durch Zeilen auf All Eyez on Me verleumdet, dem Doppelalbum von 1996, das sich bis dahin fast fünf Millionen Mal verkauft hatte.
Ein ungewöhnlicher Klagegrund
Die Texte hätten ihr große Demütigung und seelisches Leid zugefügt, hieß es in der Klage, und ihr Ehemann William habe deswegen den ehelichen Beistand und die Gemeinsamkeit mit seiner Frau entbehren müssen. Die Zeitungen griffen vor allem diesen Punkt auf: Die Lieder hätten ihr Eheleben beeinträchtigt.
Beklagt war auch Afeni Shakur als Verwalterin des Nachlasses. Ihr Mitverwalter Richard Fischbein zeigte sich ratlos: Er könne sich schwer vorstellen, wie Liedzeilen das bewirken sollten. Mehr dazu im Magazin: Rap-Gegnerin C. DeLores Tucker verklagt Tupacs Nachlass.
C. Delores TuckerAfeni Shakur: Panther, Mutter, Nachlassverwalterin