Meldung vom 27. März 1997
Wegen „Against All Odds“: Jacques Agnant verklagt Tupacs Nachlass
200 Millionen Dollar wegen einer Strophe: Im März 1997 klagte Tupacs Mitangeklagter aus New York, er werde in einem Song als Spitzel dargestellt.
Am 27. März 1997 meldete MTV News eine Verleumdungsklage über 200 Millionen Dollar gegen Tupacs Nachlass. Kläger war Jacques Agnant, 33, aus New York, bekannt als „Haitian Jack“. Er war 1994 im New Yorker Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs Tupacs Mitangeklagter gewesen und hatte sich damals in einem Deal mit der Anklage auf 1.000 Dollar Geldstrafe und drei Jahre Bewährung eingelassen.
Eine Strophe als Klagegrund
Anlass war der Song Against All Odds auf The Don Killuminati, in dem Tupac auch Nas, Mobb Deep und Sean „Puffy“ Combs angriff. Die Zeilen beschreiben einen stämmigen, hellhäutigen Mann mit haitianischem Akzent namens Jack und stellen ihn als Informanten der Bundesbehörden dar. Agnant erklärte, diese Darstellung sei falsch; seit dem Erscheinen des Albums im Herbst 1996 finde er keine Arbeit mehr und fürchte um sein Leben.
Tupacs Anwalt äußerte sich zunächst nicht. Wie Tupac Agnant kennenlernte und was über die Vorwürfe bekannt ist, steht auf der Seite Jacques „Haitian Jack“ Agnant; den Prozess von 1994 schildert Der Fall in New York.
Jacques „Haitian Jack“ AgnantNasMobb DeepSean „Puffy“ Combs und Bad Boy Records