Meldung vom 24. Dezember 1996
60 Millionen Umsatz, 4,9 Millionen Schulden: Tupacs Konto bei Death Row
Einer der umsatzstärksten Künstler des Jahres und trotzdem im Minus: Im Dezember 1996 wurde bekannt, was Tupac seinem Label laut dessen Rechnung schuldete.
Tupacs Alben setzten allein 1996 mehr als 60 Millionen Dollar um. Als er starb, stand er nach Angaben seines Anwalts trotzdem mit 4,9 Millionen Dollar bei Death Row Records in der Kreide. Das berichtete die Los Angeles Times am 24. Dezember 1996. Er habe am Ende „absolut nichts vorzuweisen“ gehabt, sagte Nachlassverwalter Richard Fischbein, und warf dem Label vor, Tantiemen zurückgehalten zu haben.
Hotelrechnungen gegen Tantiemen
Death Row wies das zurück und verwies auf Tupacs Ausgaben: Vorschüsse für Autos und ein Haus für seine Mutter, Mieten für drei Wohnungen, eine Rechnung von 300.000 Dollar im Peninsula Hotel, Schmuck, Leibwächter, Limousinen und mehr als zwei Millionen Dollar an Studio- und Videokosten. Grundlage des Streits war ein handschriftlicher Vertrag über drei Seiten, den Tupac 1995 im Gefängnis unterschrieben hatte.
Bewegung kam von anderer Seite: Als Afeni Shakur im Oktober drohte, The Don Killuminati zu blockieren, sagte Interscope bei einem Treffen am 1. November drei Millionen Dollar Vorschuss zu, zwei weitere bis April und einen höheren Tantiemensatz. Suge Knight saß da schon in Haft. Wie es weiterging, zeigt Nachlass und Tantiemen.
Afeni Shakur: Panther, Mutter, NachlassverwalterinSuge Knight