Meldung vom 13. Dezember 1996
Afeni Shakur verklagt Death Row wegen Tupac-Merchandise
Ein Bestellschein im Booklet von „All Eyez on Me“ und Shirts ohne Lizenz: Im Dezember 1996 zog Tupacs Mutter erstmals gegen sein Label vor Gericht.
Am 13. Dezember 1996 reichten Afeni Shakur und der New Yorker Anwalt Richard Fischbein, gemeinsam Verwalter von Tupacs Nachlass, beim Bundesgericht in Los Angeles Klage wegen Betrugs ein. Beklagt waren Death Row Records, der Death-Row-Anwalt David Kenner und zwei Firmen, die Kappen, T-Shirts und Sweatshirts mit Tupacs Gesicht herstellten und verkauften. Tupac sei so um geschätzt eine Million Dollar gebracht worden.
Ein Bestellschein im Booklet
Ein Detail stand im Mittelpunkt: In All Eyez on Me lag nach Darstellung der Klage eine Anzeige mit Bestellschein für die nicht genehmigten Artikel. Kenner nannte die Vorwürfe unbegründet.
Das Gericht gab Afeni Shakur schnell recht. Am 20. Dezember erließ Bundesrichter William Matthew Byrne eine vorläufige Verfügung, im Januar 1997 eine dauerhafte: Death Row und die beiden Firmen durften nichts mehr mit Tupacs Namen oder Bild verkaufen und mussten 18 Prozent der Erlöse aus dem letzten Quartal 1996 beim Gericht hinterlegen. MTV berichtete darüber kurz vor Weihnachten: Afeni Shakur klagt: Death Row stoppt Tupac-Merchandise.