23.12.1996321 Wörter · 1 Min.
Afeni Shakur klagt: Death Row stoppt Tupac-Merchandise
Drei Monate nach Tupacs Tod stoppt Death Row nach einer Klage von Afeni Shakur den Verkauf von Fanartikeln. Es ist der erste juristische Streit ums Erbe.
Original: „Death Row To Halt Sale Of Tupac Merchandise“ · MTV News · ohne Autorenangabe · 23. Dezember 1996
Drei Monate nach Tupacs Tod begann der juristische Streit um sein Erbe mit Mützen und T-Shirts. Ein Bestellzettel im Doppelalbum All Eyez on Me hatte Millionen eingebracht, Einnahmen, die an der Familie vorbeigingen. Im Dezember 1996 sagte Death Row Records zu, den Verkauf der Fanartikel vorerst einzustellen. Es war die erste Reaktion auf eine Klage seiner Mutter.
Millionen-Umsätze ohne Lizenz
Afeni Shakur hatte am 13. Dezember 1996 vor einem Bundesgericht wegen Markenrechtsverletzung geklagt. Ihr Vorwurf: Das Label habe über den Bestellzettel Mützen, T-Shirts und Sweatshirts mit Tupacs Namen und Bild im Wert von Millionen verkauft, ohne dafür eine Lizenz zu besitzen. Auch Hersteller und Vertrieb der Ware stoppten daraufhin den Verkauf und zahlten mögliche Erlöse auf ein gerichtlich überwachtes Konto ein.
Ein früher Sieg für den Nachlass
Bereits am 20. Dezember 1996 erließ Bundesrichter William Matthew Byrne eine einstweilige Verfügung, die er im Januar 1997 dauerhaft machte: Death Row und die beteiligten Firmen durften keine Waren mit Tupacs Namen oder Bild mehr verkaufen. Zusätzlich mussten sie 18 Prozent der Erlöse aus dem letzten Quartal 1996 an den Nachlass abführen.
Ab da floss das Geld aus Tupacs Namen und Bild an den Nachlass. Die Agentur AP zählte diese Entscheidung im September 1997 zu den wenigen klaren Erfolgen des Nachlasses (siehe Tupacs Erbe vor Gericht).
Die Kontrolle über das eigene Bild
Dass Afeni Shakur gleich mit den Fanartikeln anfing, war kein Zufall. Merchandise war für Death Row ein lukratives Nebengeschäft, und für die Familie ging es auch darum, wer Tupacs Bild in Zukunft kontrolliert.
Das Vorgehen ebnete den Weg für weitreichendere Forderungen. Im April 1997 folgte die große Klage über 17 Millionen Dollar wegen Tantiemen und unveröffentlichter Aufnahmen.
Heute vermarktet der Nachlass Tupacs Namen selbst, von Kleidung bis zur großen Ausstellung Wake Me When I’m Free, die 2022 in Los Angeles eröffnete.
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