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GedichtTeil „The Rose That Grew from Concrete“

What of Fame?

Drei Zeilen über Ruhm, geschrieben lange vor dem Durchbruch: Jeder kennt dein Gesicht, und allein bist du nie wieder. Versprechen oder Bedrohung?

Buch
The Rose That Grew from Concrete (1999)
Teil
The Rose That Grew from Concrete
Originaltext
nicht abgedruckt (Urheberrecht); nachzulesen im Buch

Drei Zeilen und eine Frage im Titel: Mehr brauchte Tupac nicht für What of Fame?. Das Stück gehört zu den kürzesten Gedichten in The Rose That Grew from Concrete. Im ersten Teil des Buchs steht es direkt vor The Shining Star Within!, das Tupac Marilyn Monroe widmete, und Starry Night für Vincent van Gogh. Zusammen bilden die drei eine kleine Reihe über Ruhm und seinen Preis.

Drei Zeilen zwischen Versprechen und Drohung

Das Gedicht beschreibt Berühmtheit in drei knappen Feststellungen: Jeder kennt dein Gesicht. Die Welt schreit deinen Namen. Und nie wieder bist du allein. Mehr steht nicht da.

Die Kraft liegt in der Mehrdeutigkeit der letzten Zeile. Nie wieder allein zu sein, kann wie ein Versprechen klingen: das Ende der Einsamkeit, über die Tupac in Gedichten wie Sometimes I Cry klagt. Es kann aber auch eine Drohung sein: kein Rückzugsort mehr, keine Privatsphäre, ständige Beobachtung. Die Frage im Titel lässt offen, welche Lesart gemeint ist.

Geschrieben vor dem Durchbruch, gelesen im Licht von 1996

Laut Vorwort entstanden die Gedichte des Buchs zwischen 1989 und 1991, also bevor Tupac mit Digital Underground, seinem ersten Album und Filmrollen bekannt wurde. Heute liest man What of Fame? fast zwangsläufig im Licht dessen, was folgte: ein Leben unter permanenter öffentlicher Beobachtung, das 1996 in Las Vegas endete.

Diese Lesart ist eine Deutung aus heutiger Sicht; beim Schreiben konnte Tupac davon nichts wissen. Belegt ist nur, dass ihn das Thema schon als Teenager beschäftigte, und zwar vor allem als Gefahr.

Auf dem Album The Rose That Grew from Concrete (2000) spricht Russell Simmons das Gedicht.

Mehr zum Buch und alle Gedichte in der Einführung.