GedichtTeil „The Rose That Grew from Concrete“
The Shining Star Within!
Ausgebeutet statt verstanden: In „The Shining Star Within!“ widmete Tupac Marilyn Monroe ein Gedicht über die dunkle Kehrseite des Ruhms.
- Buch
- The Rose That Grew from Concrete (1999)
- Teil
- The Rose That Grew from Concrete
- Widmung
- Dedicated 2 Marilyn Monroe
- Originaltext
- nicht abgedruckt (Urheberrecht); nachzulesen im Buch
„Dedicated 2 Marilyn Monroe“: So lautet die ausdrückliche Widmung über The Shining Star Within!. Das Gedicht steht im ersten Teil von The Rose That Grew from Concrete, direkt vor Starry Night, das Tupac dem Maler Vincent van Gogh widmete. Beide Gedichte erzählen dieselbe Geschichte: ein außergewöhnliches Talent, das von seiner Umwelt nicht gesehen und am Ende zerstört wird.
Ausbeutung statt Mitgefühl
Das Gedicht beginnt in einer Welt, in der Geheimnisse hinter Wolken der Dunkelheit verborgen bleiben und niemand wagt, sich auszudrücken. In diese Welt tritt „sie“ mit einem Funken Unschuld und vielen Fragen. Als Antwort erhält sie nur Dunkelheit, und zwar die stille Art, die einem die Seele stiehlt. Statt Mitgefühl erfährt der Star Ausbeutung und verwirrte Eifersucht. Die letzten Zeilen deuten an, dass sie keine Hoffnung mehr sah und selbst das Ende herbeiführte. Den Stern in ihr habe niemand anerkannt.
Monroe starb am 4. August 1962 mit 36 Jahren an einer Überdosis Barbiturate. Die Behörden werteten ihren Tod als wahrscheinlichen Suizid. Zuvor hatte sie jahrelang gegen ihr Studio Fox gekämpft, das sie auf Komödienrollen festlegte und deutlich schlechter bezahlte als vergleichbare Stars. Das Gedicht greift dieses Bild des ausgenutzten Stars auf.
Geschrieben vor dem eigenen Ruhm
Tupac schrieb diese Zeilen, bevor er selbst berühmt war. Eine genaue Datierung gibt es nicht; laut Vorwort entstanden die Gedichte zwischen 1989 und 1991. Gerade deshalb lesen viele das Gedicht heute im Rückblick als Vorahnung: Die Mechanik von Bewunderung, Ausbeutung und Einsamkeit, die er an Monroe beschreibt, sollte er wenige Jahre später selbst erleben. Das ist eine Deutung aus heutiger Sicht. Belegt ist, dass ihn das Thema schon früh beschäftigte: Das kurze What of Fame? steht im selben Buchteil direkt davor.
Mehr zum Buch und alle Gedichte in der Einführung.