GedichtTeil „The Rose That Grew from Concrete“
The Rose That Grew from Concrete
Acht Zeilen über eine Rose im Beton, darunter der Vermerk „Autobiographical“: Tupacs Titelgedicht ist sein persönlichstes Bild für sich selbst.
- Buch
- The Rose That Grew from Concrete (1999)
- Teil
- The Rose That Grew from Concrete
- Widmung
- Vermerk: Autobiographical
- Originaltext
- nicht abgedruckt (Urheberrecht); nachzulesen im Buch
Unter dem Titel steht im Buch ein einziges Wort: „Autobiographical“. Tupac selbst hielt damit fest, dass er von sich sprach. The Rose That Grew from Concrete eröffnet den ersten Teil der Sammlung und gab dem ganzen Buch seinen Namen.
Geschrieben 1989 im Schreibkreis von Marin City
Laut der Einleitung von Leila Steinberg, Tupacs erster Managerin, entstand das Gedicht 1989 in Marin City. Steinberg lud den damals 17-Jährigen in einen wöchentlichen Schreibkreis in ihrem Haus ein. Nach ihren Worten war The Rose That Grew from Concrete eines der ersten Gedichte, die er dort schrieb. Für Steinberg war Tupac selbst die Rose, die allen Hindernissen zum Trotz wuchs.
In einem Interview mit XXL (2011) erzählte sie die Geschichte ihres Kennenlernens etwas anders als im Buch. Dass die Gedichte aus ihrem Workshop stammen, sagt sie allerdings in beiden Fassungen.
Acht Zeilen gegen die Naturgesetze
Das Gedicht ist kurz, nur acht Zeilen. Es fragt, ob man von der Rose gehört habe, die aus einem Riss im Beton wuchs. Die Rose widerlegt die Naturgesetze: Sie lernt, ohne Füße zu gehen, und frische Luft zu atmen, weil sie an ihren Träumen festhält. Am Ende steht ein Hochruf auf die Rose, um die sich niemand gekümmert hat.
Der Beton steht für Armut, Gewalt und Gleichgültigkeit, die Rose für ein Leben, das trotzdem blüht. Tupac verband dabei Trotz mit Einsamkeit: Die Rose wächst nicht dank, sondern trotz ihrer Umgebung. Ähnliche Bilder von Pflanzen, die gegen alle Widerstände gedeihen, finden sich in Family Tree und Can U C the Pride in the Panther.
Vertont im Jahr 2000, zitiert von Ashanti
Auf dem Album The Rose That Grew from Concrete (2000) liest Nikki Giovanni, die Verfasserin des Buchvorworts, das Gedicht. Tupacs eigene Stimme wurde nachträglich in den Track eingemischt.
Der Titel wurde zur festen Formel: Die Sängerin Ashanti nannte ihr Album Concrete Rose (2004) ausdrücklich nach Tupacs Gedichtband. Mehr zum Buch und alle Gedichte bietet die Einführung.