Zum Inhalt
Design:StandardSiebdruck
Die deutsche Tupac-Shakur-Seite · seit 2002 Leben, Werk, Umfeld und Tod Design:StandardSiebdruck
United·Tupac.Com Seit 2002
Menü

Freunde1961 bis 2023

Leila Steinberg

Tupacs erste Managerin und Mentorin: Wie Leila Steinberg 1989 das Talent des 17-Jährigen erkannte und seine Karriere planvoll anschob.

1961198919901993199920172023

1989 zeigte ein 17-Jähriger in Marin City nördlich von San Francisco Leila Steinberg seine Gedichte. Sie hörte zu und wurde die erste Person, die Tupacs Karriere planvoll anschob.

Wie aus Schreibkursen „The Microphone Sessions“ wurden

Steinberg wurde 1961 in Los Angeles geboren und wuchs in South Central auf. Als Tänzerin, Sängerin und Pädagogin leitete sie Schreib- und Poesiekurse für junge Leute, viele davon aus schwierigen Verhältnissen. Tupac kam 1989 dazu, und die beiden verstanden sich sofort.

Nach ihren Worten wohnte er mit Unterbrechungen rund zweieinhalb Jahre bei ihr und ihrer Familie, las und schrieb unter ihrer Anleitung. Aus diesen Treffen wurde die Werkstatt, die sie „The Microphone Sessions“ nannten: Gedichte, Raps, Gesang und Theater in einer Runde. Viele der Gedichte, die 1999 als Buch The Rose That Grew From Concrete erschienen, entstanden in dieser Zeit.

Managerin auf Tupacs Wunsch: Der Weg zu Digital Underground

Auf Tupacs Wunsch wurde Steinberg seine Managerin. Sie unterstützte seine Gruppe Strictly Dope mit dem Rapper Ray Luv, sie soll die beiden zusammengebracht haben. Zudem vermittelte sie den Kontakt zu Atron Gregory, dem Manager von Digital Underground.

Als Tupac 1990 als Roadie und Tänzer mit Digital Underground auf Tour ging, begann seine eigentliche Karriere. Ihre geschäftliche Zusammenarbeit endete 1993; Freundin und Vertraute blieb Steinberg bis zu seinem Tod.

Workshops in San Quentin und der Blick auf Tupac vor dem Ruhm

Steinberg baute ihre Arbeit mit Jugendlichen weiter aus. Mit der Organisation AIM4TheHeART bietet sie Schreibworkshops an, seit vielen Jahren auch im Gefängnis San Quentin. Als Managerin betreute sie später unter anderem den Rapper Earl Sweatshirt.

Im Tupac-Biopic All Eyez on Me (2017) wurde sie von Lauren Cohan gespielt, in der FX-Dokuserie Dear Mama (2023) kam sie selbst zu Wort. Sie gehört zu den wenigen Menschen, die Tupac kannten, bevor er Rapper wurde, und seine Entwicklung vom Dichter zum Musiker aus nächster Nähe erlebten. Sie steht für den Tupac vor dem Ruhm: einen jungen Dichter, der lernte, aus Wut Sprache zu machen.