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Freunde1968 bis 2016

Big Syke

Gründer von Thug Life, „Mussolini“ bei den Outlawz und Stimme auf „All Eyez on Me“: Big Syke war einer von Tupacs verlässlichsten Weggefährten.

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Er stand 1992 bei Thug Life an Tupacs Seite, ging als „Mussolini“ zu den Outlawz und rappte auf dem Titelsong von All Eyez on Me. Dennoch wird er meist nur im Zusammenhang mit Thug Life und den Outlawz genannt, obwohl er zu Tupacs verlässlichsten Weggefährten gehörte.

Von Inglewood zu Thug Life

Tyruss Gerald Himes wurde am 22. November 1968 geboren und wuchs in Inglewood bei Los Angeles auf. Aus seinem Spitznamen „Little Psycho“ entstand der Künstlername Big Syke.

1992 lernte er Tupac kennen und gründete mit ihm und Stretch die Gruppe Thug Life. Später stießen Mopreme Shakur, Macadoshis und The Rated R dazu. Ihr einziges Album, Thug Life, Volume I, erschien am 26. September 1994 bei Interscope; Big Syke ist auf mehreren Stücken zu hören. Über ihn soll Tupac auch den Produzenten Johnny J kennengelernt haben.

Als „Mussolini“ auf „All Eyez on Me“

Als Tupac nach seiner Haftentlassung 1995 die Outlaw Immortalz formierte, gab er jedem Mitglied den Namen eines Diktators oder Machthabers. Big Syke wurde zu Mussolini. Auf All Eyez on Me (1996) rappt er auf vier Songs: dem Titelsong, Picture Me Rollin’, When We Ride und Check Out Time.

Nach gängiger Darstellung verließ er die Outlawz schon Anfang 1996 wieder. Im Oktober 1996, kurz nach Tupacs Tod, erschien sein Soloalbum Be Yo’ Self; 2002 folgte ein Album bei Rap-A-Lot.

Klage wegen Biggie-Berichten abgewiesen

Um 2005 brachten der Fox-Sender KTTV in Los Angeles und das Magazin XXL Big Syke in Berichten mit dem Mord an The Notorious B.I.G. in Verbindung. Er wies das zurück und klagte wegen Verleumdung; durch die Berichte habe er einen Plattenvertrag verloren.

Im Januar 2007 wies ein Richter in Los Angeles die Klage ab, weil die Berichte als freie Meinungsäußerung verfassungsrechtlich geschützt seien, über den Wahrheitsgehalt der Vorwürfe war damit nichts gesagt. Angeklagt wurde Big Syke in dem Fall nie; die Behauptungen werden hier nicht wiederholt.

Tod mit 48 Jahren und posthume Stücke

Big Syke starb am 5. Dezember 2016 in seinem Haus in Hawthorne, Kalifornien, an natürlichen Ursachen; er hatte Herzprobleme. Er wurde 48 Jahre alt und auf dem Inglewood Park Cemetery beigesetzt.

Mehrere posthume Stücke mit Tupac erschienen später auf Big Sykes eigenen Veröffentlichungen, etwa auf Reincarnated Volume 1 (2007) (siehe Gastauftritte und Features).