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Tupac Assassination: Conspiracy or Revenge (2007) und Fortsetzungen
Echte Zeugen vor der Kamera, aber eine steile Verschwörungsthese: Wie Leibwächter Frank Alexander und Richard Bond den Mord an Tupac neu aufrollen wollten.
- Titel
- Tupac Assassination: Conspiracy or Revenge
- Regie
- Richard Bond
- Produktion
- Frank Alexander und Richard Bond
- Erscheinung
- Oktober 2007 auf DVD, zunächst über das Label Eyecon im Vertrieb von Fontana/Universal
- Länge
- rund 88 Minuten
- Fortsetzungen
- Tupac Assassination II: Reckoning (27. Januar 2009) und Tupac Assassination III: Battle for Compton (März 2017)
In der Nacht des 7. September 1996 war Frank Alexander als Leibwächter für Tupac zuständig. Elf Jahre später ließ ihn eine Frage nicht los: Wer hatte Tupac getötet, und warum war er in jener Nacht so schlecht geschützt? Gemeinsam mit dem Filmemacher Richard „RJ“ Bond brachte er einen Film heraus, um Antworten zu finden. Daraus entstand eine ganze Reihe.
Drei Filme, Streit um Tantiemen und neue Schnitte
Über den Vertrieb gab es Streit: 2008 verklagten die Produzenten ihr Label wegen nicht gezahlter Tantiemen. Der zweite Teil erschien deshalb bei Mill Creek in einem Doppelpack mit einer überarbeiteten Fassung des ersten. 2013 kamen beide Filme neu geschnitten als Tupac: Conspiracy und Tupac: Aftermath heraus. Alexander starb im April 2013.
Leibwächter ohne Waffen: Der Verdacht gegen Death Row
Der erste Film stützt sich auf Interviews mit Menschen, die in der Mordnacht oder bei den Ermittlungen eine Rolle spielten. Zu Wort kommen unter anderem die Journalistin Cathy Scott, Autorin von The Killing of Tupac Shakur, Tupacs Stiefbruder Mopreme Shakur, der Leibwächter Michael Moore, Detective Brent Becker von der Polizei in Las Vegas und der LAPD-Ermittler Donald Erath Jr.
Die These: Die Sicherheit um Tupac sei in jener Nacht gezielt geschwächt worden. Bewaffnete Leibwächter seien abgezogen oder entwaffnet worden. Die Spur führt im Film zu Reggie Wright Jr., dem damaligen Sicherheitschef von Suge Knights Label Death Row. Michael Moore berichtet im Film, er habe sich geweigert, seine Waffe abzugeben, und sei deshalb an anderer Stelle eingesetzt worden.
Rund um die Premiere sorgte der frühere Death-Row-Leibwächter Kevin Hackie für Schlagzeilen: Er erklärte, er habe in den Jahren 1992 bis 1996 verdeckt für das FBI gearbeitet. Ob das stimmt, lässt sich anhand öffentlicher Quellen nicht prüfen.
Scharfe Dementis und Widersprüche im eigenen Buch
Reggie Wright Jr. wies die Vorwürfe scharf zurück. Er warf Alexander vor, in der Nacht selbst versagt zu haben, und sagte, Alexander und Hackie hätten mit Tupacs Leben wenig zu tun gehabt, schlachteten aber seinen Tod aus. Im Mordfall Tupac Shakur wurde nur ein Mann angeklagt, und er stammt nicht aus dem Umfeld von Death Row (siehe unten).
Auch Alexanders eigene Aussagen sind nicht widerspruchsfrei. In seinem Buch Got Your Back schrieb er, die Leibwächter hätten ihre Waffen nur im Club 662 nicht tragen sollen und durften sie im Auto lassen. Der Film erzählt die Geschichte deutlich dramatischer.
Plädoyer statt Ermittlung: Das Urteil gegen Keffe D
Die Assassination-Reihe enthält echte Zeugenstimmen und Interviews, die andere Filme nicht haben. Ihre Kernthese bleibt aber eine Verschwörungstheorie, und die Produzenten verteidigen sie seit Jahren unverändert. Man sollte die Filme als Plädoyer verstehen, nicht als Ermittlungsergebnis.
Die Justiz kam zu einem anderen Bild. Im August 2026 sprach eine Jury in Las Vegas Duane „Keffe D“ Davis von den Southside Crips schuldig. Die Anklage hatte argumentiert, Davis habe die Tat aus Rache organisiert, nachdem Tupac und Suge Knight seinen Neffen Orlando Anderson am Abend verprügelt hatten. Mehr dazu: Shooting 1996 und Murder Rap.
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