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Tupac Shakur: Thug Immortal (1997)
Eine der ersten Videodokus nach Tupacs Tod (1997): Heimvideos und Interviews mit Weggefährten, von Digital Underground bis zur Nacht in Las Vegas.
- Titel
- Tupac Shakur: Thug Immortal, auf manchen Ausgaben Thug Immortal: The Tupac Shakur Story
- Erscheinungsjahr
- 1997 (Bibliothekskataloge, Filmdatenbanken); DVD-Ausgaben ab 2001/2002
- Regie
- George Tan (laut Bibliothekskatalogen von Kanopy und Hoopla); Produktion: All Channel Films
- Länge
- je nach Ausgabe rund 86 bis 91 Minuten
- Ausgaben
- in den USA unter anderem 2001 bei Sunset Home Visual Entertainment/Xenon und bei Lighthouse; später auch als britische DVD
- Sprache
- Englisch; in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben
Nach Tupacs Tod im September 1996 brachten kleine Videofirmen in kurzer Zeit eine ganze Reihe von Filmen über ihn heraus. Thug Immortal gehört zu den ersten: Filmdatenbanken datieren ihn auf 1997. Er versprach einen Blick hinter das Bild, das die Medien von Tupac zeichneten, den eines Rappers, der als „Thug“ aufwuchs, dieses Leben aber zunehmend satthatte.
Daten zum Film
Die DVD enthielt neue Interviews, eine Szenenauswahl und Vorschauen auf andere Titel desselben Anbieters, etwa Welcome to Death Row und eine Produktion über Snoop Doggs Gruppe Tha Eastsidaz.
Worum es geht
Der Film arbeitet mit Heimvideos, Interviewausschnitten mit Tupac und Gesprächen mit Freunden und Verwandten. Er erzählt die bekannten Stationen: die Herkunft als Sohn einer Black-Panther-Aktivistin, die Jahre bei Digital Underground, den Wechsel zu härterem Rap, Death Row und die Fehde zwischen Ost- und Westküste. Laut Verleihtext geht es auch um seine Ansichten zu Frauen und Sexualität.
Die zehn Kapitel geben die Richtung vor. Sie beginnen mit „Critical Condition“ und enden mit „September 7, 1996“also mit der Nacht der Schüsse in Las Vegas. Dazwischen stehen Abschnitte wie „The Jungle“„Going Hardcore“„Being Real“ und „Marin City Incident“.
Einordnung
Thug Immortal ist ein typisches Produkt seiner Zeit: schnell produziert, mit dem, was an Material verfügbar war, und mit großen Versprechen auf der Hülle. Die Werbesprache verspricht etwa, hier werde „die Story, die die Medien noch nie kannten“ erzählt. Das sollte man mit Abstand lesen. Eine Mitwirkung von Tupacs Familie oder Nachlass ist nicht verzeichnet, und eine Regie wird nicht einmal genannt.
Unseriös im Sinne von Verschwörungstheorien ist der Film nach allem, was über ihn bekannt ist, nicht. Er ist eher ein frühes Erinnerungsstück für Fans, das heute vor allem als Zeitdokument interessant ist: So sah die Tupac-Verwertung im ersten Jahr nach seinem Tod aus.
Wer eine sorgfältig gemachte Doku sucht, ist mit Tupac: Resurrection oder Thug Angel besser bedient. Die Ereignisse in Las Vegas beschreibt die Seite Shooting 1996.
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