Hintergrund · Above the Rim (Soundtrack)
Zwei Jahre bevor Tupac selbst bei Death Row Records unterschrieb, spielte er 1994 im Basketballdrama Above the Rim den Gangster Birdie, einen der eindrucksvollsten Bösewichte seiner Filmkarriere. Für das Label war der zugehörige Soundtrack eines der ersten großen Projekte nach Dr. Dres The Chronic und Snoop Doggy Doggs Doggystyle.
Ein Trinklied und verschwundene Kassetten-Tracks
Auf der CD ist Tupac mit seiner Gruppe Thug Life vertreten: Pour Out a Little Liquor, produziert von Johnny „J“, ist ein Trinklied für tote Freunde und erschien wenige Monate später auch auf Thug Life: Volume 1.
Ältere Titellisten führen zusätzlich Pain mit Stretch und Loyal to the Game mit Treach und Riddler auf. Laut Wikipedia enthielt die Kassettenfassung drei Titel, die aus Platzgründen nicht auf die CD passten, auf der hier zugrunde gelegten CD-Ausgabe fehlen die beiden genannten Stücke. Wahrscheinlich handelt es sich bei den Bonus-Tracks um Pain, Mi Moni Rite von Lord G und Loyal to the Game: Genau diese drei Titel stehen am Ende dieser Titelliste, und genau sie erschienen auch als B-Seiten der Maxi-Single Regulate. Abschließend belegt ist diese Zuordnung jedoch nicht.
Pain tauchte 2007 in einer neuen Fassung auf Nu-Mixx Klazzics Vol. 2 wieder auf. Loyal to the Game gab 2004 einem ganzen posthumen Album den Namen.
Death Row dominiert den Sound
Musikalisch prägte Death Row das Album: Warren G und Nate Dogg landeten mit Regulate einen Hit, der Platz 2 der Billboard Hot 100 erreichte. Tha Dogg Pound mit Snoop Dogg und Nate Dogg waren auf Big Pimpin' zu hören, The Lady of Rage mit Afro Puffs. Dazu kamen R&B-Beiträge von SWV, H-Town, Al B. Sure! und Jewell. Bei den Source Awards 1995 wurde das Werk als Soundtrack des Jahres ausgezeichnet.
Der Film von Jeff Pollack kam im März 1994 in die Kinos. Mehr dazu auf der Seite Above the Rim.
Lücken in den Angaben
Ältere Angaben nennen als Jahr lediglich „1994“, als Label „Death Row“, Laufzeiten fehlen. Bei Schreibweisen wie „The Dog Pound“ und „CPO/Boss Hog“ gilt hier die korrekte Form. Dass die damalige Titelliste in den letzten Songs von der CD abwich, erwies sich im Nachhinein als wertvolle Spur zu den fehlenden Kassetten-Tracks.
