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528 Wörter · 2 Min.

Unconditional Love

Geschrieben für M.C. Hammer, vollendet nach dem Tod: Wie Tupacs spirituelles Liebeslied „Unconditional Love“ auf „Greatest Hits“ landete.

Album
Greatest Hits, 24. November 1998 (CD 1, Titel 9)
Promo-Single
26. Januar 1999
Label
Amaru Entertainment / Death Row Records / Interscope Records / Jive Records
Produktion
Johnny „J“
Gesang
Nanci Fletcher
Autor
Tupac Shakur
Aufnahme
Tupacs Gesang und Grundspur Anfang 1996 (Wikipedia nennt den 1. Februar 1996), Overdubs und Mix 1998
Länge
3:58

Keine Drohung, keine Pose: Unconditional Love fällt in Tupacs Werk völlig aus dem Rahmen. Das spirituelle Liebeslied schrieb er nach den Berichten nicht für sich selbst, sondern für einen Kollegen. Zu hören war das Stück erst zwei Jahre nach seinem Tod auf Greatest Hits (24. November 1998).

Geschrieben für M.C. Hammer, aufgenommen als Demo

Tupac schrieb das Lied für M.C. Hammer, der wie er bei Death Row unter Vertrag stand. Er nahm eine Demofassung auf und gab sie Hammer; diese Demo ist die Grundlage der Veröffentlichung von 1998. Hammer erzählte ABC News 2016, Tupac habe ihm gesagt, er müsse das rappen. Geschrieben habe er es „im Januar, Februar“, fünf Monate vor seinem Tod. Hammer sah darin eine Auszeichnung und beschrieb das Stück als Beitrag zu dem, was Tupac „die Kinder auf den richtigen Weg führen“ nannte.

Hammers eigene Version kam 1998 auf seinem Album Family Affair heraus. Nach dem Booklet schrieben und arrangierten Tupac und Johnny „J“ den Text; Johnny „J“ ist für beide Fassungen als Produzent genannt. Hammer schrieb dazu, Tupac habe ihm erklärt, es gehe darum, dass wahre Liebe bedingungslos ist, und Gottes Liebe sei es ebenfalls. Bei der ersten VH1-Hip-Hop-Honors-Gala 2004 las Hammer die Zeilen vor und tanzte dazu (Wikipedia).

Zweite Single auf Death Rows erster Werkschau

Das Album, auf dem das Lied zuerst erschien, war Death Rows und Amarus erste gemeinsame Werkschau: Es stieg in den USA auf Platz 5 der Billboard 200 ein, kletterte später auf Platz 3 und wurde 2011 mit Diamant ausgezeichnet. Die erste Single war Changes; Unconditional Love folgte als zweite Auskopplung.

Promo-Single und ein Imitator vor der Kamera

Auf Greatest Hits gehört das Lied zu den vier Erstveröffentlichungen, neben Changes, God Bless the Dead und Troublesome ‘96. Als Single erschien es Ende Januar 1999 nur als Promo; die ungekürzte Fassung gibt es nach Wikipedia nur dort. Ein Chart-Erfolg ist nicht belegt (die englische Wikipedia nennt unbelegt einen Airplay-Platz 73).

Das Video wurde laut Wikipedia am 11. und 12. Januar 1999 gedreht. Es zeigt den Imitator Tha Realest, der im Studio Tupac verkörpert. Die Videoclip-Übersicht datiert den Clip auf 1999. Als Regisseur nennt die Übersicht auf der Seite Videoclips Rob Johnson, ohne Gewähr.

Die Fassung auf Greatest Hits trägt Tupacs Stimme aus der Demo von 1996, ergänzt um Overdubs von 1998. Sie ist damit zugleich ein Frühwerk der Death-Row-Zeit und eine Produktion der Nachlassjahre.

45 Millionen Streams und ein entzauberter Mythos

Beim Streaming kam der Titel bis zum 7. Oktober 2026 auf rund 45 Millionen Spotify-Streams (nach kworb.net); er gehört damit nicht zu den Top-Titeln des Katalogs. In der Tracklist von Best of 2Pac taucht der Titel ebenfalls auf.

Einen eigenen Nachhall hatte das Lied 2007 bei Thug-Life.de: Ein Blogbeitrag hörte in einer rückwärts abgespielten Fassung angebliche Botschaften heraus und kam selbst zu dem Schluss, das sei Wunschhören (Archiv-Notiz).

Personen in diesem Text

Johnny JSuge Knight