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Meldung vom 2. Dezember 2007

Geheime Botschaften in „Unconditional Love“?

Rückwärts abgespielt, angeblich voller Botschaften: Wie der Blog 2007 Gerüchte um „Unconditional Love“ prüfte, und skeptisch blieb.

Archiv-Notiz: Dieser Meinungsbeitrag erschien am 2. Dezember 2007 im Blog der Seite (damals Thuglove.de / United-Tupac.Com).

Auf YouTube kursierten 2007 Videos über angebliche Rückwärtsbotschaften in Tupac-Songs. Der Blog dieser Seite hörte sich eine Fassung von „Unconditional Love“ damals selbst an, und begegnete den Gerüchten mit Skepsis.

Zwischen „Mama I miss you“ und Psychologie

Der Autor hörte sich die Fassung mehrfach an. Mit etwas Konzentration meinte er Sätze wie „Mama I miss you“ oder Zeilen über ein „kränker werdendes Amerika“ herauszuhören. Ähnliches war zuvor über „This Life I Lead“ behauptet worden, wo Tupac angeblich „Yes I’m alive“ sage.

Trotzdem blieb er skeptisch: Viele Stellen ergaben erst nach häufigem Hören einen Sinn. Genau darin sah er die Psychologie am Werk: Je öfter man etwas hört, desto eher glaubt man es. An einer Stelle meinte er selbst eine absurde Zeile zu hören, die sicher kein anderer bemerkt hatte. Sein Fazit: Tupac war ein Genie, aber kaum in der Lage, in so kurzer Zeit derart viele Botschaften zu verstecken.

Pareidolie statt Backmasking: Das Gehirn sucht Muster

Dieser Schluss deckt sich mit den Erkenntnissen über Backmasking, also gezielt umgekehrt eingespielte Tonspuren. Vermeintliche Botschaften sind meist Beispiele für Pareidolie: Das Gehirn erkennt Muster in bedeutungslosen Lauten, besonders wenn man vorher erfährt, was man hören soll. Hinzu kommen zufällige lautliche Umkehrungen.

Zu den Songs: „Unconditional Love“ erschien Ende Januar 1999 als Promo-Single des Albums Greatest Hits (1998), nach der Single „Changes“. „This Life I Lead“ mit den Outlawz ist auf dem posthumen Album Better Dayz (2002) enthalten.

Kein Beleg, aber Teil des Makaveli-Mythos

Eine Bestätigung für versteckte Botschaften Tupacs gab es nie. Die Videos gehören zur langen Geschichte der „Tupac lebt“-Theorien, die 1996 mit dem Makaveli-Album begann (mehr dazu unter 2Pac lebt?). Die nüchterne Haltung des alten Beitrags hat sich dabei bewährt.