Meldung vom 22. November 2019
Ex-Ermittler Kading fordert Festnahme von „Keffe D“
Im Verhör geschützt, vor Kameras geständig: Warum Ex-Ermittler Greg Kading 2019 verlangte, Duane „Keffe D“ Davis für den Mord an Tupac festzunehmen.
Zum 23. Todestag zog das Las Vegas Review-Journal die Bilanz „keine Festnahme“. Zwei Monate später meldete sich am 22. November 2019 der frühere LAPD-Detective Greg Kading beim Sender KCAL/CBS Los Angeles: Gegen Duane „Keffe D“ Davis, den Onkel des Verdächtigen Orlando Anderson, gebe es „eindeutig hinreichenden Tatverdacht“. XXL gab das am 25. November weiter.
Was im Buch steht, ist nicht geschützt
Kading hatte Davis 2009 im Zusammenhang mit dem Mord am Notorious B.I.G. befragt. Dabei habe Davis den Mord an Tupac gestanden und gesagt, er habe Anderson die Waffe gegeben. Wegen einer Vereinbarung war dieses Gespräch gerichtlich nicht verwertbar. Davis habe sich später aber öffentlich geäußert: in der BET-Serie Death Row Chronicles (2018) und in seinem Buch Compton Street Legend (2019). Das seien keine geschützten Aussagen.
Die Anklage folgte erst 2023
Die Polizei von Las Vegas hatte nach der BET-Sendung erklärt, der Fall bleibe offen und eine Festnahme stehe nicht bevor. Kadings Vorstoß blieb damals ohne Folgen. Erst 2023 wurde Davis angeklagt, im August 2026 schuldig gesprochen; mehr im älteren Beitrag und unter Ermittlungen.