Meldung vom 8. April 2004
Amaru geht gegen die koreanische Girlgroup Baby Vox vor
Tupac-Material ohne Lizenz im Titelsong „Ecstasy“? Im April 2004 kündigte Amaru Schritte gegen die südkoreanische Gruppe Baby Vox an.
Im Frühjahr 2004 wurde Tupacs Musik zum Streitfall in Südkorea. Die Girlgroup Baby Vox hatte ihr siebtes Album veröffentlicht, und im Titelsong „Ecstasy“ war Material von Tupac zu hören. Nach Darstellung von Amaru Entertainment, der Firma von Tupacs Mutter, lag dafür keine Erlaubnis vor.
Die Erklärung vom 8. April
Am 8. April 2004 veröffentlichte Amaru auf Tupacs offizieller Website eine Erklärung. Man wisse von der Verwendung des Tupac-Materials auf der neuen Baby-Vox-Platte und gehe entschlossen gegen die Gruppe und ihre Produktionsfirma vor. Ziel sei, die nicht lizenzierte Verwertung von Tupacs Musik, seinen Marken und seinen Persönlichkeitsrechten zu beenden.
Die Gegenseite
Baby Vox wies die Vorwürfe zurück. Die Gruppe erklärte, sie habe das Material rechtmäßig verwendet, auf Anregung der US-Hip-Hop-Firma Bungalow Music und ihrer eigenen Managementfirma Dr. Music. In Korea wurde der Fall nach dem Bericht zu einer großen Kontroverse: Ein Mitglied der Gruppe DJ DOC griff Baby Vox im Internet scharf an, worauf die Gruppe ihm mit einer Klage drohte, falls er sich nicht entschuldige.
Die Zusammenfassung stammt aus dem Pressespiegel des Asia Institute der University of California, Los Angeles, der sich auf die englische Ausgabe der Zeitung Chosun Ilbo stützte. Wie der Streit zwischen Amaru und Baby Vox ausging, geht aus diesen Berichten nicht hervor.