Meldung vom 7. November 2002
„Biggie & Tupac“: Nick Broomfields Film folgt der These von Russell Poole
2002 brachte Nick Broomfield den Dokumentarfilm „Biggie & Tupac“ heraus, mit Suge Knight im Gefängnisinterview und Biggies Mutter. Afeni Shakur sagte ab.
Der Dokumentarfilmer Nick Broomfield hat sich die Fälle Tupac und Biggie vorgenommen. Sein in England produzierter, 107 Minuten langer Film Biggie & Tupac lief 2002 beim Dokumentarfilmfestival IDFA in Amsterdam. In den USA war er schon am 20. September 2002 über den kleinen Verleih Roxie Releasing in die Kinos gekommen (Box Office Mojo); im November besprach ihn das US-Kulturmagazin PopMatters.
Ein Ex-Polizist als Kronzeuge
Ausgangspunkt ist der frühere LAPD-Ermittler Russell Poole. Nach der Darstellung im Festivalarchiv wurde er vom Fall Biggie abgezogen, nachdem er Spuren zu Suge Knight und korrupten Polizisten gefunden hatte. Der Film sieht hinter beiden Morden Racheakte aus Gang- und Polizeikreisen, die später vertuscht worden seien. Dem Bericht der Los Angeles Times, Biggie habe für Tupacs Tod bezahlt, widerspricht er.
Broomfield sprach mit Knight im Gefängnis, mit Tupacs früherem Leibwächter Frank Alexander und mit Biggies Mutter Voletta Wallace. Afeni Shakur lehnte ein Interview ab. PopMatters fand wenig Neues: Vieles wiederhole frühere Berichte, das Gespräch mit Knight sei „uninformative and foolish“. Am stärksten sei der Film, wo er fragt, ob sich die Wahrheit überhaupt noch ermitteln lässt.
Suge KnightFrank Alexander: Tupacs Leibwächter im letzten JahrAfeni Shakur: Panther, Mutter, NachlassverwalterinThe Notorious B.I.G. (Christopher Wallace)