Meldung vom 29. Oktober 1997
Afeni Shakur gründet Amaru und holt Tupacs Archiv zu Jive
Zehn Alben voller unveröffentlichter Songs und ein eigenes Label: Ende Oktober 1997 stellte Tupacs Mutter Amaru vor. Vertrieben wurde es von Jive Records.
Am 29. Oktober 1997 sprach Afeni Shakur mit der Los Angeles Times über ihr neues Unternehmen: Amaru Entertainment, ein eigenes Plattenlabel für die Musik ihres Sohnes. Den Vertrieb übernahm Jive Records, ein Label aus dem Umfeld von Bertelsmann. Als erste Veröffentlichung kündigte sie für den 25. November das Doppelalbum R U Still Down? (Remember Me) an, mit zwei Dutzend Songs, die Tupac zwischen 1991 und 1994 aufgenommen hatte, als er noch bei Interscope unter Vertrag war.
„Tupac wollte immer eine eigene Firma“
Nach eigenen Worten hatte Afeni Shakur Zugriff auf Material für rund zehn Alben aus den Jahren bei Interscope und Death Row. Tupac sei unglaublich produktiv gewesen. Die Gründung mache sie fast übermütig; zum ersten Mal seit seinem Tod könne sie über etwas lächeln.
Ein Jahr nach dem Mord hatte Tupac zwei Alben in den Charts, darunter den Soundtrack zu Gang Related auf Platz 3. Der Handel rechnete damit, dass R U Still Down? in den Top Ten einsteigen würde.