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Meldung vom 12. September 1997

Afeni Shakur reicht Zivilklage gegen Orlando Anderson ein

Was die Polizei nicht schaffte, sollte ein Zivilprozess klären: Am 12. September 1997 verklagte Tupacs Mutter Orlando Anderson. Er bestritt alles.

Vier Tage nach Orlando Andersons Klage schlug Afeni Shakur zurück. Am 12. September 1997, einen Tag vor Tupacs erstem Todestag, reichte sie beim Superior Court in Los Angeles eine Zivilklage wegen widerrechtlicher Tötung ein. Darin behauptete sie, Orlando Anderson sei aus dem weißen Cadillac gestiegen und habe auf Tupac geschossen. Nachlassanwalt Richard Fischbein sagte, nur in Kalifornien verklage jemand den Nachlass des Mannes, den er getötet haben soll.

Ein Polizeidokument als Grundlage

Die Klage stützte sich auf eine eidesstattliche Erklärung der Polizei in Compton vom Herbst 1996. Sie beschrieb die Tat als Folge einer Rivalität zwischen Death-Row-Leuten mit Verbindungen zu den Mob Piru Bloods und den Southside Crips. In einem Zivilprozess genügt eine geringere Beweislast als im Strafverfahren.

Anderson, 23, brach in der Los Angeles Times sein Schweigen. Er habe mit dem Mord nichts zu tun, Tupac sei für ihn ein Held gewesen, er besitze jede seiner Platten. Er hoffe, dass der wahre Täter gefasst werde, damit sein Name reingewaschen sei. Seine Version im Magazin: Orlando Anderson: „Tupac war mein Held“. Wie der Verdacht später bewertet wurde, zeigt Verdächtige im Mordfall Tupac.

Afeni Shakur: Panther, Mutter, NachlassverwalterinOrlando „Baby Lane“ Anderson

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