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1997-04347 Wörter · 2 Min.

120.000 Dollar auf dem Konto: Afeni Shakur gegen Death Row

120.000 Dollar auf Tupacs Konto, über 100 Millionen bei Death Row: Wie Afeni Shakur im April 1997 gegen das Label klagte und was aus dem Erbe wurde.

Original: „Tupac’s Mother Sues Death Row“ · MTV News · ohne Autorenangabe · April 1997

Drei Sätze in einer MTV-Nachrichtensendung im April 1997 genügen für die kürzeste Meldung zum Thema im Archiv: Afeni Shakur hatte Death Row auf 17 Millionen Dollar verklagt. Laut ihrer Klage lagen auf Tupacs Konto bei seinem Tod 120.000 Dollar, während das Label mit All Eyez on Me über 100 Millionen Dollar umgesetzt habe. Zwei Wochen zuvor hatte Death Row den Nachlass verklagt und sieben Millionen Dollar an Vorschüssen zurückgefordert.

120.000 Dollar hier, 100 Millionen dort

Die Gegenüberstellung war das stärkste Argument der Familie, und sie stammt aus der Klageschrift: 120.000 Dollar hier, 100 Millionen dort. Wie viel Geld tatsächlich floss, wurde nie gerichtlich geklärt, weil sich beide Seiten noch 1997 einigten. Als Größenordnung hilft eine andere Zahl: Die Los Angeles Times schätzte den Umsatz von ganz Death Row im Frühjahr 1997 auf über 100 Millionen Dollar im Jahr.

Ein Vertrag aus der Zelle

Wie Tupac in diese Lage kam, ist gut dokumentiert. Im Oktober 1995 saß er in der Clinton Correctional Facility im Bundesstaat New York und konnte die Kaution für die Zeit bis zur Berufungsentscheidung nicht bezahlen. Suge Knight und Interscope-Chef Jimmy Iovine stellten die 1,4 Millionen Dollar. Im Gegenzug unterschrieb Tupac bei Death Row einen Vertrag über drei Alben, ausgehandelt im Gefängnis. Afeni Shakur wollte ihn mit der Klage für ungültig erklären lassen.

Haus und Rolls-Royce gehörten ihm gar nicht

Death Row rechnete umgekehrt: Häuser, Autos, Schmuck sowie Studio- und Videokosten seien Vorschüsse gewesen, die der Nachlass zurückzahlen müsse. Was davon wirklich ihm gehörte, war schon im Februar 1997 Thema. Damals erzählte Afeni im Fernsehen, das Haus und der Rolls-Royce ihres Sohnes hätten gar nicht ihm gehört.

100 unveröffentlichte Aufnahmen für die Familie

Im Vergleich bekam die Familie die Rechte an rund 100 unveröffentlichten Death-Row-Aufnahmen, Death Row behielt die Masterbänder der beiden fertigen Alben. Die Nachlass-Alben, die Amaru ab November 1997 herausbrachte, verkauften sich millionenfach. Dieses Geld floss nun an die Familie.

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