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28.01.1997297 Wörter · 1 Min.

American Music Awards 1997: Ein Publikumspreis für Tupac

Vier Monate nach seinem Tod gewinnt Tupac bei den American Music Awards in der Kategorie Rap/Hip-Hop. Ein Rückblick auf die Verleihung im Januar 1997.

Original: „Tupac, Alanis, Jewel, Braxton Win At AMAs“ · MTV News · ohne Autorenangabe · 28. Januar 1997

Am Montag, dem 27. Januar 1997, versammelte sich die Musikbranche in Los Angeles zur 24. Verleihung der American Music Awards. Die meisten Schlagzeilen gehörten an diesem Abend anderen: Alanis Morissette und Toni Braxton gewannen je zwei Preise, Mariah Carey ging trotz fünf Nominierungen leer aus. Jewel bedankte sich als beste neue Künstlerin mit dem Satz, sie habe früher im Auto gelebt. Mittendrin zeichneten die AMAs den vier Monate zuvor verstorbenen Tupac Shakur als „Favorite Artist, Rap/Hip Hop“ aus.

Ein Publikumspreis

Für MTV zählte das zu den wenigen Ergebnissen ohne Überraschung. Die Nominierungen der AMAs beruhten auf Radio-Airplay und Verkäufen, über die Gewinner stimmten rund 20.000 Musikkäufer ab. Der MTV-Bericht listete alle Sieger auf, von Eric Clapton und Hootie & the Blowfish über Metallica und die Smashing Pumpkins bis zu Garth Brooks und LeAnn Rimes.

Preise und Platz 1

Die Auszeichnung belegte, wie groß Tupacs Publikum im Jahr 1996 war. All Eyez on Me war im Februar 1996 erschienen und hatte sich millionenfach verkauft, The Don Killuminati stieg im November 1996 auf Platz 1 ein. Die Los Angeles Times stellte den Preis an den Anfang ihres AMA-Berichts. Laut der Zeitung nahm die Sängerin und Schauspielerin Brandy die Trophäe stellvertretend entgegen.

Käufer statt Kritiker

Die Auszeichnung fiel in eine Woche, in der Tupac auch im Kino zu sehen war: Ende Januar 1997 lief Gridlock’d an, und der Soundtrack stieg kurz darauf auf Platz 1 der Charts ein. Für das Archiv der Fanseite bleibt der Text vor allem ein Zeitdokument: Er verortet Tupac in einer Reihe mit den Pop-Größen von 1996, als Gewinner einer Wahl, bei der Käufer und nicht Kritiker entschieden.

Hinweis: Im Archivtext war Tupacs Name einmal als „Tuapc“ vertippt.