Ricardo Emmanuel Brown, genannt Kurupt oder „Young Gotti“wurde am 23. November 1972 in Philadelphia geboren und wuchs in Hawthorne bei Los Angeles auf. 1992 kam er zu Death Row, rappte auf Dr. Dres The Chronic und Snoop Doggs Doggystyle und gründete mit Daz Dillinger das Duo Tha Dogg Pound. Ihr Album Dogg Food erschien im Oktober 1995, knapp drei Wochen nachdem Tupac aus der Haft entlassen und bei Death Row unter Vertrag genommen worden war.
Labelkollegen im Krisenjahr
1996 war das Jahr, in dem Tupac und Death Row die Fehde mit Bad Boy in New York zuspitzten. Tha Dogg Pound hatten daran ihren Anteil: Für das Video zu New York, New York drehten sie im Dezember 1995 in Brooklyn; Berichten zufolge wurde dabei auf ihren Wohnwagen geschossen, und das Lied galt an der Ostküste als Provokation (mehr unter Ost gegen West).
Musikalisch ist Kurupt auf All Eyez on Me bei Got My Mind Made Up zu hören, gemeinsam mit Daz, Method Man und Redman. Später erschienen weitere Aufnahmen mit Tupac, etwa Initiated auf Daz’ Album von 1998 und My Homeboyz (Back to Back) auf Kurupts Against tha Grain (2005).
Der Streit im Studio
Eine oft erzählte Geschichte geht auf ein Interview von Daz Dillinger aus dem Jahr 2003 zurück: Kurupt sei betrunken mit einer Flasche Hennessy ins Studio gekommen, habe sie umgestoßen und Tupac, der arbeiten wollte, so provoziert, dass dieser ihn verprügeln wollte. Daz zufolge spielte die Szene in Cancún, und erst sein und Nate Doggs Eingreifen habe sie entschärft. Kurupts eigene Sicht darauf ist nicht dokumentiert; die Episode bleibt eine einzelne Schilderung.
Nach Tupac
Nach Tupacs Tod verließ Kurupt Death Row und gründete mit einem Anwalt aus Philadelphia das Label Antra Records. Weil Death Row die Rechte am Gruppennamen hielt, traten er und Daz als DPG auf. 2002 kehrte Kurupt überraschend zu Death Row zurück und wurde dort Vizepräsident, was zu einem öffentlichen Streit mit Daz führte, der mit Suge Knight gebrochen hatte. Spätestens 2005 hatte Kurupt das Label wieder verlassen; seither arbeiten Daz und er wieder zusammen.
Kurupts Filmografie nennt mehrere Dokumentationen, darunter Tupac: Resurrection (2003).