Tracy Lauren Marrow wurde am 16. Februar 1958 in Newark, New Jersey, geboren. Beide Eltern starben früh, die Mutter an einem Herzinfarkt, als er in der dritten Klasse war, einige Jahre später auch der Vater. Er wuchs danach bei einer Tante im Süden von Los Angeles auf. Seinen Namen nahm er von Iceberg Slim, dem Autor von Zuhälterromanen, die er als Jugendlicher auswendig vortrug.
Vom Club ins Major-Label
1987 nahm Sire Records ihn unter Vertrag, im selben Jahr erschien Rhyme Pays. Es folgten Power (1988), The Iceberg/Freedom of Speech… Just Watch What You Say (1989) und O.G. Original Gangster (1991). Ice-T gilt mit Songs wie 6 in the Mornin’ als einer der Väter des Gangsta-Raps, und Musikjournalisten ziehen eine direkte Linie von dort zu Tupac und N.W.A. 1990 gründete er die Metal-Band Body Count, deren Song Cop Killer 1992 einen landesweiten Skandal auslöste. Parallel begann er zu schauspielern, von New Jack City (1991) bis Tank Girl und Johnny Mnemonic (beide 1995).
Gemeinsame Songs
Mit Tupac ist Ice-T auf zwei Tracks zu hören:
- Last Wordz auf Strictly 4 My N.I.G.G.A.Z. (1993), gemeinsam mit Ice Cube;
- Gangsta Team auf dem South-Central-Cartel-Album ‘N Gatz We Truss (1994), mit MC Eiht und Spice 1.
1995, als Tupac in Haft saß, spielte Ice-T im Video zu Temptations den Concierge des Hotels, in dem sich Tupacs Freunde die Klinke in die Hand geben (siehe Coolio).
„You Don’t Bring Me Flowers“
Die bekannteste gemeinsame Szene ist eine Fernsehnummer. Am 4. Mai 1996 waren Tupac und Ice-T Gäste der kurzlebigen Fox-Show Saturday Night Special. Gemeinsam sangen sie eine Version der Ballade You Don’t Bring Me Flowers, bekannt als Duett von Barbra Streisand und Neil Diamond, mit gespielten Tränen, und Tupac hatte sichtlich Mühe, ernst zu bleiben. Der Clip tauchte Jahre später wieder auf, als Questlove ihn auf Twitter teilte, und macht seitdem regelmäßig die Runde.
Der Auftritt wird manchmal der NBC-Show Saturday Night Live zugeordnet; tatsächlich war es Saturday Night Special auf Fox. Auch für die Angabe, Ice-T sei kurz nach seinem Debüt zum Islam übergetreten, fand sich kein Beleg. Ebenfalls falsch: Seine Eltern starben nicht bei einem Verkehrsunfall, und Born Dead (1994) ist ein Album von Body Count, nicht von Ice-T solo.