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Freunde1969 bis 2016

Ice Cube

Der frühere N.W.A-Rapper rappte 1993 mit Tupac und Ice-T auf „Last Wordz“ und lehnte die Rolle ab, die Tupac in „Poetic Justice“ bekam.

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Ice Cube bei einem Konzert in Toronto, 2006
Ice Cube bei einem Konzert in Toronto, 2006 Foto: Philip Litevsky from Toronto, Canada, CC BY-SA 2.0, Wikimedia Commons

O’Shea Jackson, geboren am 15. Juni 1969 in Los Angeles, wurde als Ice Cube mit N.W.A bekannt, neben Dr. Dre, Eazy-E, MC Ren und DJ Yella. Er schrieb einen großen Teil der Texte auf Straight Outta Compton und verließ die Gruppe Ende 1989 im Streit ums Geld. Als Solokünstler (AmeriKKKa’s Most Wanted, Death Certificate) und Schauspieler (Boyz n the Hood) wurde er zu einer der prägenden Figuren der Westküste, und zu einem Vorbild, an dem sich Tupac messen musste.

„Last Wordz“

1993 erschien Tupacs zweites Album Strictly 4 My N.I.G.G.A.Z.. Darauf steht Last Wordz, ein Track, auf dem Tupac, Ice Cube und Ice-T gemeinsam rappen, drei Generationen des politischen Gangsta-Raps auf einem Stück. Gelegentlich wird der Song fälschlich 2Pacalypse Now zugeordnet; richtig ist Strictly 4 My N.I.G.G.A.Z..

Die Rolle, die Cube nicht wollte

Regisseur John Singleton, der Cube in Boyz n the Hood besetzt hatte, bot ihm zuerst die männliche Hauptrolle in Poetic Justice (1993) an. Cube lehnte ab: Die Figur werfe für eine Frau, die sie gerade erst kennengelernt habe, ihren Freund aus dem Auto, das mache sie zum „Trottel“sagte er später. Die Rolle des Postboten Lucky ging an Tupac, an der Seite von Janet Jackson.

Bei Singletons nächstem Film, Higher Learning (1995), lief es umgekehrt: Die Hauptrolle war ursprünglich für Tupac gedacht, ging dann aber an Omar Epps; Ice Cube spielte eine Nebenrolle.

Nach 1996

Ice Cube gehörte zu den Künstlern, die sich im April 1997 bei Louis Farrakhan in Chicago trafen, um die Ost-West-Feindschaft zu beenden, die Tupac und kurz danach The Notorious B.I.G. das Leben gekostet hatte (mehr unter Ost gegen West). 2016 wurde er mit N.W.A in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Manchmal heißt es, Ice Cube sei „heute bei Dr. Dres Aftermath Records“. Das stimmte nie: Cube arbeitete zwar wieder mit Dre zusammen, etwa 1994 bei Natural Born Killaz, veröffentlichte seine Alben aber über eigene Labels und Partner. Für die vage Angabe, er habe Tupac „ca. 1992“ kennengelernt, gibt es keinen Beleg.