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Wer spielte Tupac? Darsteller in Film und Fernsehen
Vom Theaterdebüt bis zum Doppelgänger im Biopic: Wer Tupac vor der Kamera verkörpert hat und warum er meist Nebenfigur in fremden Geschichten blieb.
Tupac selbst ist nur in Archivaufnahmen zu sehen, wenn ein Film sein Leben erzählt. Für Spielszenen braucht es Darsteller, und ihre Besetzung zeigt, wie sehr sich der Blick auf ihn über zwanzig Jahre verändert hat: Fast immer tauchte er als Nebenfigur in fremden Biografien auf. Hier stehen die Schauspieler, die ihn in Kino und Fernsehen verkörpert haben, mit Jahr und Einordnung.
Anthony Mackie: Erst auf der Bühne, dann Biggies Rivale
Anthony Mackie spielte Tupac erstmals 2001 im Theaterstück Up Against the Wind, damals noch als Student an der Juilliard School. 2009 verkörperte er ihn im Kinofilm Notorious über The Notorious B.I.G., in dem Jamal Woolard die Titelrolle spielt.
Tupac ist dort die Nebenfigur, die vom Freund zum Gegner wird: Die Handlung führt von der gemeinsamen Freundschaft über den Überfall im Quad Studio im November 1994 bis zum Ost-West-Streit. Wenn der Film Tupac zeigt, dann aus Biggies Perspektive. Mackie ist heute vor allem als Marvel-Darsteller bekannt.
Marcc Rose: Erst Gastauftritt bei N.W.A, dann der ungelöste Fall
Marcc Rose spielte Tupac zuerst in Straight Outta Compton (2015), dem Film über N.W.A. Dort hat die Figur nur wenige Szenen. 2017 meldeten Billboard und Vibe, dass Rose Tupac auch in der Serie Unsolved des Senders USA Network spielen werde.
Die Serie lief ab dem 27. Februar 2018, mit Wavyy Jonez als Biggie. Die Handlung dreht sich um die Ermittler Russell Poole und Greg Kading (Näheres auf der Seite Filme und Serien zum Mordfall). In der Serie ist Tupac nicht Hauptfigur, sondern der Fall.
Demetrius Shipp Jr.: Die Hauptrolle im eigenen Biopic
Die größte Rolle hatte Demetrius Shipp Jr. im Biopic All Eyez on Me von Benny Boom. Er wurde besetzt, weil er Tupac äußerlich verblüffend ähnelt; nach eigenen Worten hatte er nie vorgehabt, Schauspieler zu werden. Sein Vater hatte auf dem Album The Don Killuminati: The 7 Day Theory am Song Toss It Up mitgearbeitet.
Gedreht wurde ab Dezember 2015 in Atlanta, Las Vegas und Los Angeles. Am 16. Juni 2017, an Tupacs Geburtstag, startete der Film in den Kinos. Laut Wikipedia spielte er rund 55 Millionen Dollar bei einem Budget von 40 bis 45 Millionen ein.
Die Kritiken waren überwiegend schlecht: Der Rolling Stone schrieb, Tupac bekomme nicht das Biopic, das er verdiene; auch der Guardian fand den Film leidenschaftslos, lobte aber Shipps Auftritt. Jada Pinkett Smith und der Regisseur John Singleton äußerten sich scharf (siehe All Eyez on Me). Zwischen den ersten Plänen 2011 und dem Dreh lagen mehrere Regisseure, darunter Antoine Fuqua und Singleton. Shipp spielt seitdem in der Serie All American.
Camron Jones: Als Wegbegleiter im Snoop-Dogg-Biopic
Am 25. August 2026 wurde gemeldet, dass Camron Jones (bekannt aus Panic) in dem Universal-Biopic über Snoop Dogg Tupac spielen soll. Der Film soll am 6. August 2027 in den US-Kinos starten; Details zur Handlung sind nicht veröffentlicht (Stand Oktober 2026).
Dokus, Hologramm, Videospiel: Wo kein Darsteller gebraucht wird
Keine Darsteller gibt es in den Dokumentationen: Tupac: Resurrection und Dear Mama arbeiten mit seiner Stimme und Archivbildern (Tupac: Resurrection, Dear Mama). Auch das Hologramm von Coachella 2012 war eine Nachbildung am Computer, keine Darstellerleistung (Hologramm). Und im Videospiel Stranger Than Heaven tritt Tupac 2026 als Figur auf.
Auffällig ist, dass fast alle Darsteller Nebenrollen in Geschichten anderer spielen: bei Biggie, N.W.A oder Snoop. Das Biopic von 2017 blieb lange der einzige Versuch, Tupac in den Mittelpunkt zu stellen.
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