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425 Wörter · 2 Min.

Tupac Shakur: Before I Wake… (2001)

Doku von 2001 über Tupacs letztes Jahr aus Sicht seines Leibwächters Frank Alexander, mit Studioaufnahmen von 1996 und der Nacht in Las Vegas.

Cover Tupac Shakur: Before I Wake… (2001)
Cover: SepiaTone Entertainment
Regie
Sean Long
Produktion
SepiaTone Entertainment; Frank Alexander als Mitproduzent
Erscheinungsjahr
2001, als Video- und DVD-Produktion
Länge
rund 100 bis 104 Minuten (je nach Fassung)
Sprache
Englisch

Ende 1995 kam Tupac Shakur gegen Kaution aus dem Gefängnis und unterschrieb bei Death Row Records. Von da an war Frank Alexander, ein früherer Marinesoldat und Personenschützer, sein wichtigster Leibwächter, bis zur Nacht des 7. September 1996 in Las Vegas, in der Alexander im Dienst war. Before I Wake… erzählt dieses letzte Jahr aus seiner Sicht.

Daten zum Film

Die DVD bot einen Trailer, einen Kommentar der Filmemacher und eine Fotogalerie mit mehr als 50 Bildern aus Alexanders Privatsammlung.

Worum es geht

Im Mittelpunkt steht Alexanders Erinnerung. Er beschreibt, wie er Tupac im Alltag erlebte, im Studio, unterwegs, bei Auftritten, und wie sich die Lage um Death Row zuspitzte. Der Film zeigt dazu Aufnahmen aus dem Studio, in denen Tupac an Songs arbeitet, und weiteres bis dahin unveröffentlichtes Material.

Zu Wort kommen außerdem Russell Simmons, Reverend Jesse Jackson, die Journalistin Cathy Scott, die über den Fall das Buch The Killing of Tupac Shakur schrieb, und Brent Becker, Detective der Polizei von Las Vegas. Auch Eazy-E ist zu sehen. Der Rapper war bereits im März 1995 gestorben; seine Äußerungen stammen also aus älterem Material und nicht aus einem Interview für diesen Film.

Den Titel wählte Alexander nach dem englischen Kindergebet „Now I Lay Me Down to Sleep“: Tupac sei gestorben, bevor er ganz „aufgewacht“ sei. Gemeint ist, dass er nach Alexanders Eindruck kurz davor stand, eine neue, positivere Richtung einzuschlagen.

Einordnung

Before I Wake… ist ein Zeitzeugenfilm, kein Ermittlungsfilm. Seine Stärke ist die Nähe: Kaum jemand hat Tupac 1996 so oft aus nächster Nähe gesehen wie Alexander. Seine Schwäche ist dieselbe Nähe. Alexander war in der Mordnacht für Tupacs Sicherheit zuständig, fuhr aber nicht im selben Auto, und er musste sich später Vorwürfe anhören. Reggie Wright Jr., damals Sicherheitschef bei Death Row, warf ihm vor, Tupac in jener Nacht nicht richtig geschützt zu haben. Der Film ist also auch eine Verteidigung des Erzählers.

Das Verleihmaterial pries ihn als Porträt von Tupacs Großzügigkeit und Mitgefühl, gerade in einer Zeit wachsender Gefahr. Diesen Blick löst der Film ein; kritische Fragen an Death Row oder an die Ermittler stellt er eher am Rand. Spekulativ wird er nicht, eine Mordtheorie verkündet er nicht.

Zum Weiterlesen und -sehen

Alexander hat seine Erinnerungen bereits 1998 in dem Buch Got Your Back aufgeschrieben. 2007 produzierte er mit Richard Bond die deutlich zugespitztere Reihe Tupac Assassination. Den Ablauf der Mordnacht beschreibt die Seite Shooting 1996.

Personen in diesem Text

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