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Konzerte und Live-Auftritte: Was belegt ist
Vom Backup-Tänzer 1990 bis zum House of Blues 1996: Was über Tupacs Live-Auftritte gesichert ist und warum ein lückenloser Tourkalender fehlt.
Eine große Solo-Tournee mit fester Terminliste, die sich heute lückenlos rekonstruieren ließe, hat Tupac Shakur nie hinterlassen. Er begann als Roadie und Tänzer auf der Bühne, trat von 1991 bis 1993 regelmäßig live auf und gab 1996 mehrere Konzerte. Lückenlos dokumentiert ist davon allerdings nur ein einziger Abend. Diese Chronologie sortiert die Stationen, die sich heute belegen lassen.
Als Roadie und Tänzer mit Digital Underground
Der Manager Atron Gregory holte Tupac 1990 zu Digital Underground, wo er zunächst als Roadie und Backup-Tänzer arbeitete. Im Januar 1991 war er auf der Single Same Song zum ersten Mal als 2Pac zu hören. Die Gruppe trat in dieser Zeit regelmäßig live auf, und Tupac war fester Teil der Show.
Nach der älteren Timeline der Fanseite fiel in diese Phase auch eine Tour mit Public Enemy, bei der er Treach von Naughty by Nature kennenlernte. Belastbare, datierte Tourdaten dafür sind in den Quellen jedoch nicht überliefert.
Eigene Auftritte und ein Zwischenfall vor Gericht
Nach dem Erscheinen von 2Pacalypse Now im November 1991 trat Tupac regelmäßig solo und weiterhin mit Digital Underground auf. Ein Vorfall ist dokumentiert, weil er vor Gericht landete: Am 5. April 1993 geriet Tupac bei einem Konzert an der Michigan State University in East Lansing in Streit mit dem Rapper Chauncey Wynn. Tupac soll ihn mit einem Baseballschläger angegriffen haben und bekannte sich 1994 eines leichteren Vergehens schuldig (siehe Rechtsfälle).
Ansonsten fehlen für jene Jahre belastbare Termine. Gerade die Zeit zwischen Strictly 4 My N.I.G.G.A.Z. und der Haft ist in den Quellen eher durch Dreharbeiten und Prozesse geprägt als durch Konzerte.
Im Gefängnis: Me Against the World ohne Tournee
Von Dezember 1994 bis Oktober 1995 saß Tupac im Gefängnis. In dieser Zeit gab es keine Konzerte; Me Against the World erschien im März 1995 ohne Promotion-Tour. Der Wechsel zu Death Row im Herbst 1995 brachte zwar neue Live-Auftritte mit sich, allerdings erst 1996.
Death Row 1996: Drei belegte Termine im letzten Sommer
Im Jahr 1996 trat Tupac häufiger auf, meist im Verbund mit Snoop Dogg und Tha Dogg Pound. Ein vollständiger Tourkalender ist nicht überliefert, doch drei Stationen sind gesichert dokumentiert:
- 4. Juli 1996, House of Blues, West Hollywood. Diesen Abend hält die DVD Live at the House of Blues fest (siehe Seite zum Konzertfilm). Nach Setlist.fm spielte Tupac mit den Outlawz ein Set mit neun Titeln. Er eröffnete mit Ambitionz Az a Ridah, holte K-Ci & JoJo dazu und kam am Ende gemeinsam mit Snoop zu 2 of Amerikaz Most Wanted zurück. Nach derselben Quelle reiste er direkt aus Italien an.
- 4. September 1996, MTV Video Music Awards, New York. Hier trat er nicht als Rapper auf, sondern stand als Präsentator zusammen mit Snoop auf der Bühne (siehe MTV Music Awards).
- 7. September 1996, Las Vegas. Nach dem Boxkampf Tyson gegen Seldon wollte Tupac in den Club 662; dazu kam es nicht mehr (Shooting 1996).
Das Gastspiel im House of Blues ist damit der einzige 1996er Auftritt, der als vollständiges Konzert erhalten und gesichert datiert ist.
Nach 1996: Zwei Livealben und eine Projektion bei Coachella
Offizielle Livealben gab es erst nach 1996: 2Pac Live erschien 2004 und gilt unter Fans als umstritten (siehe 2Pac Live). Der Mitschnitt vom 4. Juli 1996 kam 2005 auf DVD und CD heraus.
Der prominenteste „Auftritt“ nach seinem Tod war die Projektion bei Coachella am 15. April 2012: ein Computerbild, kein Hologramm im strengen Sinn (siehe Hologramm).
Clubgigs ohne Mitschnitt: Warum verlässliche Daten fehlen
Die Fanszene sammelt Konzertdaten gern in Setlist-Datenbanken, doch für Tupac fällt die Überlieferung dünn aus. Clubauftritte der frühen Neunzigerjahre wurden nur selten mitgeschnitten oder besprochen, zudem wurden viele Termine abgesagt oder verschoben.
Wer Material wie Plakate, Zeitungskritiken oder datierte Mitschnitte besitzt, kann die Chronologie ergänzen: Funde werden nachgetragen, sobald ein Beleg vorliegt. Bis dahin verzeichnet dieses Archiv ausschließlich Termine, die sich belegen lassen.
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