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Meldung vom 4. Dezember 2007

„Suge Knight ließ Tupac töten“? Eine Behauptung von 2007

Ende 2007 meldete die Seite, Suge Knight habe Tupac ermorden lassen. Festnahmen gab es nie, 2026 sprach die Jury in Las Vegas Keffe D schuldig.

„Suge Knight ließ 2Pac Shakur töten!“ Mit dieser Schlagzeile meldete sich die Seite am 4. Dezember 2007 zu Wort. Elf Jahre nach der Tat habe der frühere Death-Row-Leibwächter Kevin Hackie ausgepackt und Suge Knight als Drahtzieher des Mordes bezeichnet. Hackie gab sich als früherer FBI-Agent zu erkennen (nach eigener Darstellung verdeckt für das FBI tätig; andere Berichte nennen ihn einen FBI-Informanten).

Bald werde es Verhaftungen geben, kündigte der Text an. Als mögliches Motiv nannte der Beitrag Millionenschulden, die Knight gegenüber Tupac gehabt habe. Der Autor verwies zudem auf eine eigene Theorie im Blog der Seite.

Ein Zeuge mit Gedächtnislücken

Die Meldung stellte eine Behauptung als Tatsache dar. Woher Hackies Aussagen genau stammten, nannte sie nicht. Zu diesem Zeitpunkt war Hackie bereits ein umstrittener Zeuge: Im Zivilverfahren der Familie von The Notorious B.I.G. gegen die Stadt Los Angeles hatte er Erklärungen abgegeben, die Knight und den Polizisten David Mack belasteten. 2005, am Vorabend des Prozesses, räumte er laut Los Angeles Times ein, unter Gedächtnislücken durch Psychopharmaka zu leiden; die Anwälte der Familie hätten seine Erklärungen verändert. Er übernahm die Verantwortung für eine falsche Erklärung.

Im Herbst 2007 kursierte die These von Knights Schuld auch durch die Dokumentation Tupac Assassination: Conspiracy or Revenge, produziert von Tupacs früherem Leibwächter Frank Alexander. Mehr dazu in der Archiv-Notiz 2Pacs Mörder auf der Spur: der Fall Suge Knight.

Knight wurde nie angeklagt, schuldig gesprochen wurde Keffe D

Die angekündigten Verhaftungen gab es nicht. Suge Knight wurde im Fall Tupac nie angeklagt. Er selbst behauptete 2017, womöglich sei er das eigentliche Ziel des Anschlags gewesen. In Haft sitzt er aus einem anderen Grund: 2018 akzeptierte er 28 Jahre Gefängnis wegen Totschlags, nachdem er 2015 einen Mann mit dem Auto überfahren hatte.

Die Ermittlungen führten am Ende in eine andere Richtung. Am 31. August 2026 sprach eine Jury in Las Vegas Duane „Keffe D“ Davis, Ex-Anführer der South Side Compton Crips, des Mordes ersten Grades schuldig. Laut Anklage ging es um Rache für die Prügelei gegen seinen Neffen Orlando Anderson Stunden vor der Tat. Stand Oktober 2026: Das Urteil ist nicht rechtskräftig (Davis kündigte Berufung an), das Strafmaß ist für den 13. Oktober 2026 angesetzt.

Suge Knight